Rüstung
Studie: Deutschland bei Militärausgaben weltweit Nummer vier

dpa BERLIN. Nur die USA, Japan und Frankreich geben weltweit mehr für Militär und Rüstung aus als Deutschland. Das geht aus dem am Donnerstag in Berlin vorgelegten Jahresbericht des Internationalen Konversionszentrums (BICC) hervor.

Danach hat Deutschland seine Militärausgaben zwar seit Ende des Kalten Krieges um 35 % zurückgefahren, lag aber mit 34 Mrd. $ (rund 70 Mrd. DM) in 1998 noch immer auf Rang vier. Spitzenreiter sind mit Abstand die USA, auf die mit rund 246 Mrd. $ knapp 37 % der weltweiten Militärausgaben entfielen.

Die Forscher warnten vor einem neuen weltweiten Wettrüsten. Nach den Erfolgen Anfang der 90er Jahre komme die weltweite Abrüstung heute nur noch "im Schneckentempo" voran. Die Rüstungskontrolle sei in einer Krise. Das von den USA geplante Raketenabwehrsystem NMD könne einen neuen Rüstungswettlauf provozieren, sagte BICC-Leiter Herbert Wulf voraus. Länder wie Russland, China und vielleicht auch Indien würden dem Vorstoß der USA nicht tatenlos zusehen.

Nach der BICC-Studie waren die Militärapparate seit Ende des Kalten Krieges - bezogen auf einen Mittelwert aus den Jahren 1985 bis 1993 - weltweit um fast ein Drittel geschrumpft. Dabei verminderte sich die Zahl der Soldaten um 20 % auf knapp 22 Mill.. Die Militärausgaben sanken um 30 % auf insgesamt 671,1 Mrd. $. Die Zahl schwerer Waffen wie Panzer oder Raketen ging um 23 % auf noch 425 000 zurück. Die Zahl der Beschäftigten in der Rüstungsindustrie ging um 48 % auf 8,26 Mill. zurück.

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