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Ruhe vor dem Sturm

Ein ruhiger Handelsstag ging mit beiden Indizes in der Verlustzone zu Ende. Doch es war nur die Ruhe vor dem Sturm, denn am Mittwoch wird die Wall Street vor allem vom Ausgang der Wahl bestimmt werden. Bei einem Sieg von George W. Bush erwarten die Anleger, dass die Aktienkurse auf breiter Front nach oben drehen.

Cisco

konnte am Dienstag als Gewinner der Nasdaq hervorgehen. Am Montag hatte Cisco Quartalszahlen vorgelegt und wie üblich die Analystenschätzungen leicht übertroffen. Doch die Bekanntmachung, dass Cisco in Zukunft voraussichtlich weniger Chips kaufen werde, kostete den Sektor der Kommunikationschips kräftig Punkte. Cisco will seine immensen Lagerbestände abbauen. Eine Talfahrt traten daher die Werte von PMC Sierra, Broadcom, Applied Micro Circuits und Vitesse Semiconductor an. Dan Niles von Goldman Sachs glaubt, dass einige Halbleiter-Anbieter wie Altera bereits Ende Oktober einen Rückgang bei den Auftragseingängen verzeichnen mussten. Altera und auch Konkurrent Xilinx fielen mit rund acht Prozent ins Minus. Den negativen Tendenzen auf dem Chipmarkt konnte nur Micron entgegenhalten. Der DRAM-Chiphersteller bekam Aufwind von einer Aufwertung von Goldman Sachs. Die momentane Schwäche des DRAM-Marktes könnte Microns Position stärken, da viele kleine Konkurrenten des Unternehmens aufgeben müssen. Micron gewann rund fünf Prozent an Marktwert. General Motors schloss als Dow Jones Index Verlierer, nachdem Goldman Sachs den Autosektor abwertete und die Gewinnaussichten für den größten Autohersteller senkte. Besonders im Kleinlaster-Geschäft sehen die Analysten eine abkühlende Nachfrage. Der Wert des Chipanbieters Transmeta hat sich an seinem ersten Handelstag mehr als verdoppelt. Analysten und Anleger sind optimistisch, dass Transmeta, die energiesparende Chips für Computer und mobile Internet-Zugänge anbieten, zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten des Branchenführers Intel aufsteigen kann. Zu den Kunden des Unternehmens gehören der Internet-Provider AOL sowie der Computerhersteller Gateway. MetLife legte am Dienstag rund fünf Prozent zu. Der größte US-amerikanische Lebensversicherer hatte gute Quartalszahlen veröffentlicht. Bevor MetLife im April an die Börse ging, lagen die Anteile im Besitz der Versicherungsnehmer. Gegenüber dem Emissionskurs konnte das MetLife-Papier bis heute 83 Prozent an Wert gewinnen.



Unter den Nasdaq Gewinnern befand sich Voicestream. Der Telekom-Konzern, der von der Deutsche Telekom übernommen werden soll, profitierte von seinen am Montag vorgelegten Ergebnissen für das dritte Quartal. Zwar fiel der Verlust mit 3,03 Dollar pro Aktie höher aus als die Konsensschätzungen. Das Ergebnis übertraf jedoch die weitaus pessimistischeren Flüsterschätzungen, die bis zu einem Minus von 3,55 Dollar reichten.



Am Mittwoch werden die neuesten Zahlen zu den Im- und Exportpreisen veröffentlicht. Ergebnismeldungen stehen vom Tabakkonzern Reynolds & Reynolds, Polo Ralph Lauren, Pixar und Internet Capital Group an.

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