Ruhiger Handel am Verfallstag
Dax geht schwächer ins Wochenende

Belastet von Kursverlusten bei den Technologiewerten hat der Deutsche Aktienindex (Dax) am Freitag im Minus geschlossen. Geprägt wurde das Börsengeschehen dabei von den traditionellen starken Kursschwankungen anlässlich des großen Verfallstermins an den Terminmärkten - im Börsenjargon "Hexensabbat" genannt.

rtr FRANKFURT. Angesichts fehlender eigener Impulse habe sich der deutsche Markt den Vorgaben der Wall Street noch weniger entziehen können als üblich, hieß es weiter. Weder der Dow Jones noch der Nasdaq-Index konnten ihr Eröffnungsplus von jeweils rund 0,8% halten. Börsianer wiesen allerdings darauf hin, dass die Kursbewegungen weder in den USA noch in Deutschland aussagekräftig seien. Schließlich sei beiderseits des Atlantik "Hexensabbat".

Unmittelbar vor dem Verfallstermin schwanken die Aktienkurse traditionell bei überdurchschnittlichen Umsätzen stark, weil Anleger die Kurse der Aktien, auf die sie Derivate halten, in die von ihnen gewünschte Richtung bewegen wollen. Am Freitagmittag verfielen Optionen und Futures auf Indizes. Zum Börsenschluss waren Optionen auf einzelne Aktien an der Reihe.

Der Dax schloss am Freitag 0,25% tiefer bei 3 239 Zählern, lag damit aber immer noch mehr als zwei Prozent über dem Niveau vor Wochenfrist. Der Nebenwerte-Index MDax fiel am Freitag um ebenfalls um 0,25% auf 3 527 Punkte. Der Technologie-Index TecDax gab um 0,28% auf 433 Zähler nach.

Die Aktien des Index-Schwergewichts SAP und des Handelskonzerns Metro verloren nach Herabstufungen 0,62% auf 104? beziehungsweise 2,77% auf 27,35?. Die SAP-Papiere hatten sich zudem in den vergangenen Wochen doppelt so gut entwickelt wie der Dax, was Anleger nun für Gewinnmitnahmen nutzten. Unter Verkaufsdruck standen nach den schwachen Vorgaben von der US-Technolgiebörse Nasdaq auch die Aktien von Infineon, die rund drei Prozent auf 8,72? verloren.

Mit einem Plus von fast sechs Prozent auf 13,85? lagen die Titel von MLP dagegen an der Spitze der Dax-Gewinner. Börsianer begründeten die Erholung mit einer Reaktion auf die Verluste der vergangenen Monate, die unter anderem durch die Diskussion um Bilanzungereimtheiten bei dem Unternehmen ausgelöst worden waren. MLP hat die kritisierte Geschäftspraktiken mittlerweile geändert. Außerdem hatte MLP-Chef Bernhard Termühlen am Dienstag auf der Hauptversammlung gesagt, die Talsohle sei durchschritten.

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