Ruhiger Handel
DAX dreht nach Bekanntgabe von US-Wirtschaftsdaten ins Plus

Trotz größerer Ausschläge bei Einzelwerten sei der Handel extrem ruhig, berichten Marktteilnehmer.

vwd FRANKFURT. Nahezu unverändert handeln die deutschen Aktien am Mittwochnachmittag. Der Dax legt bis gegen 17.19 Uhr 0,01 % bzw. 5,37 Punkte auf 7 082,81 Zähler zu. Trotz größerer Ausschläge bei Einzelwerten sei der Handel extrem ruhig, berichten Marktteilnehmer. Dies sei an einem solchen Tag, an dem halb Europa Allerheiligen feiere, auch kein Wunder. Daher hänge der deutsche Markt einmal mehr an den Vorgaben aus den USA. Dort tendiert der Dow-Jones im Minus, während der Nasdaq nach anfänglichen Kursabschlägen ins Plus gedreht ist. Dadurch konnte auch der Dax seine Verluste am späten Nachmittag wieder abbauen.

Trotz guter Neunmonatszahlen verlieren Deutsche Bank 0,7 % auf 95,80 Euro. Der gesamte Finanzsektor werde von Herunterstufungen der US-Broker-Werte durch Goldman Sachs belastet, begründen Händler diese Tendenz. So geben auch Dresdner Bank 2,9 % auf 47,66 Euro ab, wogegen Commerzbank um 0,7 % auf 33,50 Euro zulegen. Ähnlich ergeht es den Technologiewerten, die unter Gewinnwarnungen mehrerer US-Hablbeiterunternehmen leiden. Infineon verlieren 1,7 % auf 48,89 EUR, Epcos geben 0,4 % auf 88,94 Euro ab, und SAP verbilligen sich um 0,3 % auf 236,88 Euro.

Dagegen legen Siemens um 1,8 % auf 152,75 Euro zu. Händler verweisen zur Erklärung auf die Alcatel -Zahlen, die bereits am Vortag einige Nasdaq -Werte beflügelt hatten. Positiv aber nicht überrascht hatten sich Händler zu den Plänen von Siemens geäußert, in Japan zu expandieren. DaimlerChrysler stehen nach einem leichten Eröffnungsminus im Plus, und notieren mit 3,2 % höher bei 56,06 Euro. Die Stuttgarter hatten am Morgen berichtet, auch die Nutzfahrzeugsparte von Mitsubishi übernehmen zu wollen. VW steigen um 2,7 % auf 60,50 Euro, und BMW verteuern sich um 1,3 % auf 39,55 Euro.

Bei diesen Werten beflügelten weiterhin Umschichtungen in die "Underperformer" der vergangenen Wochen. Daneben dürften hier schon alle möglichen schlechten Nachrichten eskompiert sein, so Händler weiter. Die Deutsche Telekom, Highflyer der letzten Tage, beruhigt sich auf Minus zwei Prozent bzw. 43,34 Euro. Daneben drückten die schlechten Zahlen von WorldCom, so Beobachter. In einem umsatzarmen und ereignislosen Markt müssen auch die Chemiebranche sowie die Konsumtitel Federn lassen. Die Aktien der Allianz stehen weiterhin unter Druck, nachdem Spekulationen über eine geheimgehaltene Pressekonferenz am morgigen Donnerstag in New York am Parkett die Runde machen.

Händler vermuten eine Großakquisition in den USA und auch die Übernahme der Dresdner Bank mit deren anschließender Zerschlagung. Andere meinen, es ginge nur um die geplante Börseneinführung an der NYSE im kommenden Jahr. Eon , deren Aktien in die Researchbeobachtung von Dresdner Kleinwort Benson aufgenommen und mit "Buy" bewertet wurden, steigen leicht um 1,9 % auf glatt 61 Euro. Die Aktien der Lufthansa zeigen sich 2,6 % fester auf 23,60 Euro. Händler verweisen hier auf enormes Aufholpotenzial nach den Abstürzen der letzten Wochen und das europaweite Interesse für Airlines.



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