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Ruhiger Handelstag erwartet

Thanksgiving steht vor der Tür. Viele Anleger wollen frühzeitig in den morgigen Feiertag starten. Am Freitag wird an der New York Stock Exchange nur bis 13.00 Uhr Ortszeit gehandelt. Vielerorts nehmen Anleger einen Ferientag und verschwinden ins verlängerte Wochenende. Gründe ausgerechnet heute zu investieren gibt es wenige. Den Futures sieht man es ebenfalls an. Sowohl der S&P 500 Future als auch der Eröffnungsindikator der Nasdaq stehen im roten Bereich.

Vorbörslich schwächer notiert die Aktie von Novell. Der Softwarekonzern verbuchte im vergangenen Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch von 99 Prozent. Statt des noch im Vorjahreszeitraum generierten Gewinns von 73,8 Millionen Dollar erwirtschaftete der Konzern in den vergangenen drei Monaten lediglich einen Überschuss von 940.000 Dollar. Das Ergebnis erfüllte die bereits reduzierten Analystenprognosen. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent zurück.



Was die Zukunftsaussichten angeht zeigen sich die Analysten skeptisch. Goldman Sachs korrigierte die Umsatzerwartungen bereits um 45 Millionen Dollar auf 1,13 Milliarden Dollar nach unten. Den Gewinn reduzieren sie von 25 Cents auf 17 Cents pro Aktie. Mit Kursgewinnen sei erst wider zu rechnen, wenn Novell neue Produkte etablierte und die Absatzkanäle restrukturiert hat.



Eine Reihe positiver Analystenkommentare und optimistische Zukunftsprognosen sind das Resultat der gestrigen Konferenz bei Nortel. Man rechne für 2001 wieder mit einer Erholung der IT Ausgaben für den Sektor der Glasfasertechnologie. Wie bereits gestern bekannt wurde, bestätigte das Unternehmen die Ertrags- und Umsatzprognosen für das vierte und erste Quartal. Das Management deutete an, dass die Gewinnmargen im kommenden Jahr um 50 Basispunkte auf 43,6 Prozent steigen sollten. Die Analysten von Credit Suisse zeigten sich zufrieden. Nortel habe Performancestärke und die Tiefe der Produktpalette unterstrichen.



Die Sektoren, die von einer Bush Präsidentschaft profitieren könnten, tendieren vorbörslich schwächer. Betroffen sind die Tabakaktien und die Pharma- und Gesundheitswerte. Vornehmlich Microsoft, Pfizer und Philip Morris könnten einen schweren Tag haben. Gestern Abend entschied das Oberste Gericht von Florida zu Al Gores Gunsten. Das Gericht will handgezählte Stimmen gelten lassen. In den Bezirken, in denen noch einmal manuell gezählt wird, überwiegen demokratische Wähler. Durch dieses Verfahren erhoffen sich die Demokraten eine Mehrheit. Am Sonntag sollen die Auszählungen beendet sein, doch erst mal drückt die Unsicherheit über den Ausgang der Wahl auf das Gemüt der Wall Street.



Aufwärts geht es vor Börsenbeginn dagegen für Coca-Cola. Der Getränkeriese nimmt sein Gebot für den Lebensmittelkonzern Quaker Oats zurück, nachdem die Wall Street die Übernahmepläne mit Aktienverkäufen bestraft hatte. Quaker stellt das Sportgetränk Gatorade her, an dem auch PepsiCo interessiert ist. Pepsi hatte vor einigen Wochen ein Gebot abgegeben, dass Quaker jedoch abgelehnt hatte. Marktbeobachter meinen, Quaker müsste nun das Pepsi-Gebot noch einmal überdenken. Als dritter Bewerber im Bunde hat sich allerdings Danone eingeschaltet. Der französische Hersteller von Molkereiprodukten hat bislang noch kein konkretes Gebot abgegeben. Quaker, Danone und Pepsi verlieren vorbörslich an Wert.



Ebenfalls schwächer notiert die Aktie von Intuit. Der Anbieter von Finanzsoftware warnt die Anleger am Morgen vor. Statt der ursprünglich prognostizierten Umsatzes von 485 Millionen Dollar wird Intuit voraussichtlich nur Einnahmen zwischen 455 und 465 Millionen Dollar melden.



Leicht erholen sollte sich Yahoo dagegen von gestrigen Kursverlusten. Wachstumsbedenken, nach denen sich die Höhe der Werbeeinnahmen weiter rückläufig entwickelte, schadeten dem Internetportal. Goldman Sachs greift dem Wert unter die Arme. Befürchtungen, dass sowohl Umsatz als auch Gewinn im vierten Quartal enttäuschen könnten, schienen überzogen. Weiter dürfte das robuste Weihnachtsquartal die Schwäche bei den Werbeeinnahmen ausgleichen.



General Electric notiert vorbörslich leicht schwächer. Das Gerücht, General Electric werde eine Gewinnwarnung veröffentlichen belastete den Wert. Mittlerweile hat das Unternehmen die Meldungen bereits dementiert. .

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