Ruhrgas-Integration hat Vorrang
Eon-Expansionspläne zu den Akten gelegt

Der Energiekonzern Eon hat einem Zeitungsbericht zufolge seine Pläne für eine Expansion in die USA zu den Akten gelegt. Der Versorger werde sich künftig verstärkt um die Integration von Zukäufen wie Ruhrgas kümmern, berichtete die "Financial Times" am Donnerstag ohne Quellenangabe.

Reuters FRANKFURT. Dabei wolle sich der Konzern vor allem auf seine Kapazitäten in Osteuropa konzentrieren. Anfang 2002 hatte Eon angekündigt, binnen Jahresfrist eine große Akquisition in den USA zu planen. Dem Bericht zufolge soll der Konzern im Oktober aber kurz vor Abschluss den geplanten Kauf eines US-Versorgers für 15 Milliarden Dollar abgesagt haben. Eon habe Angst gehabt, sich kurz vor der Fusion mit Ruhrgas zu übernehmen, hieß es.

Bei Eon war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. "Eon will sich seine Flexibilität bewahren für den Fall, dass beispielsweise eine Gelegenheit in Norwegen oder sonst wo in Europa auftaucht", zitierte die Zeitung eine Quelle aus dem Umfeld des Unternehmens.

Die Ruhrgas-Übernahme ist ein zentrales Element in der Strategie von Eon, auch auf dem europäischen Gas-Markt zu einer starken Kraft zu werden. Eon hatte sich nach gerichtlicher Untersagung der Übernahme von Ruhrgas nach langen Verhandlungen mit den Gegnern der Fusion außergerichtlich geeinigt.

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