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Ruhrpott-Kindheit: „Junges Licht“ von Ralf Rothmann

Ein Junge - allein zu Haus, ein frühreifes Nachbarmädchen, ein ekliger Vermieter und ein meistens abwesender Vater: Ralf Rothmanns neuer, gewohnt autobiografisch gefärbter Roman „Junges Licht“ erzählt von den nicht enden wollenden Ferientagen eines 12-Jährigen im Ruhrpott, dessen Mutter und kleine Schwester zur Kur an die See gefahren sind, während der Vater im Bergwerk das bisschen Geld heranschaufelt, das die Familie zum Leben braucht.

dpa FRANKFURT/MAIN. Ein Junge - allein zu Haus, ein frühreifes Nachbarmädchen, ein ekliger Vermieter und ein meistens abwesender Vater: Ralf Rothmanns neuer, gewohnt autobiografisch gefärbter Roman "Junges Licht" erzählt von den nicht enden wollenden Ferientagen eines 12-Jährigen im Ruhrpott, dessen Mutter und kleine Schwester zur Kur an die See gefahren sind, während der Vater im Bergwerk das bisschen Geld heranschaufelt, das die Familie zum Leben braucht.

Wir tauchen ein in die 60er Jahre, die Männer trinken Wicküler Bier, man isst Reibekuchen mit Apfelmatsch und im Wohnzimmer prangt der neue, auf Pump gekaufte Loewe-Fernseher. Julian vertreibt sich die Zeit damit, vor dem Zimmer der 15-jährigen Marusha zu lauschen, doch, was er da hört, wird sein Leben bald radikal verändern. Rothmanns Roman ist die gestochen scharfe Momentaufnahme einer vergangenen Zeit, festgehalten mit der ihm eigenen knappen poetischen Sprache, die ihn als einen der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren ausweist.

Ralf Rothmann

Junges Licht

Suhrkamp Verlag, Frankfurt

237 S. Euro 19,80

Isbn 3-518-41640-5

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