Rummenigge: Keine große Auswahl bei Nachfolgefrage
Hitzfeld sagt Bayern schon mal leise „Servus"

Jetzt ist es amtlich: Der FC Bayern München und sein Trainer Ottmar Hitzfeld werden ihre Erfolgs-Ehe nach der kommenden Saison beenden. Liest man aber zwischen den Zeilen, scheint eine frühere Trennung sehr wahrscheinlich - zumal Hitzfeld bereits bei Real Madrid gehandelt wird.

HB MÜNCHEN. Ottmar Hitzfeld verkündete es selbst, mit fester Stimme, ohne Umschweife. Der mit 16 Titeln trophäenreichste deutsche Trainer hört nach der kommenden Saison beim FC Bayern München auf. "Es ist richtig, dass 2005 die Arbeit hier bei Bayern München beendet ist. Es war eine herrliche Zeit", erklärte er am Freitag bei einer Pressekonferenz vor der Abreise zum Bundesliga-Auswärtsspiel beim 1. FC Köln.

Der bis 30. Juni 2005 vertraglich gebundene Hitzfeld zog ein Resümee seines Engagements seit 1998 und ließ durchblicken, dass er auch jederzeit mit einer vorzeitigen Trennung rechnet. "Wenn ich das wirklich schaffe bis 2005 - es ist noch ein sehr langer Weg bis dahin - dann war es eine hervorragende, angenehme Zeit mit nötigem Stress, mit nötigem Druck, aber auch mit herrlichen Erlebnissen, mit großartigen Erfolgen." Dies werde ihm immer in Erinnerung bleiben.

Bei der anstehenden Suche nach einem neuen Trainer haben die Bayern derweil laut Karl-Heinz Rummenigge keine große Auswahl. "Es muss einer sein, der die deutsche Sprache beherrscht. Der Kreis für die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld - egal zu welchen Zeitpunkt das nun sein wird - ist also wahnsinnig klein", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". Felix Magath gilt offenbar weiter als Favorit. Dieses "Thema" wolle er zur Zeit aber "nicht beleben", so Rummenigge.

Ganz überraschend ist der nun terminierte Abschied nicht. Zumal seit Wochen mit Felix Magath als Hitzfeld-Nachfolger spekuliert wird, und die Bayern-Verantwortlichen erst in dieser Woche offiziell bestätigten, bis zum Vertragsende 2005 mit Hitzfeld zu planen. "Wir haben einige Gespräche geführt und kamen überein, dass es sinnvoll ist, wenn man 2005 einen klaren Schnitt macht und jetzt nicht von Jahr zu Jahr immer wieder diese Spekulationen hat", berichtete Hitzfeld. "So hat man Ruhe und so kann man sich gezielt auf die nächste Saison vorbereiten." Magaths Vertrag im Stuttgart endet 2005. Für VfB-Präsident Erwin Staudt ändert Hitzfelds Ankündigung an der Stuttgarter Situation "gar nichts". Auch Magath selbst gab sich zum vermeintlichen Werben des FC Bayern am Freitag bedeckt. "Ich äußere mich dazu nicht mehr", sagte er auf Anfrage

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