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Rummenigge kritisiert DFB-PräsidiumDPA-Datum: 2004-07-09 17:12:38

München (dpa) - Karl-Heinz Rummenigge kann den Aufstand gegen DFB- Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder nicht nachvollziehen und hat Teile der Führung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) heftig kritisiert.

München (dpa) - Karl-Heinz Rummenigge kann den Aufstand gegen DFB - Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder nicht nachvollziehen und hat Teile der Führung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) heftig kritisiert.

«Wenn man sich diese ganze Riege anschaut, dann sprechen wir hier über lauter über 60 bis über 70-Jährige, und es ist die große Frage, ob diese Leute nicht auch mal eine Altersbegrenzung akzeptieren sollten», sagte Rummenigge dem Radiosender «Antenne Bayern».

Der Vorstandschef des FC Bayern München hat kein Verständnis für die gegenwärtige Diskussion um den DFB-Präsidenten. Es sei vorher schon bekannt gewesen, dass Mayer-Vorfelder «kein besonders demokratischer, sondern eher ein patriarchischer» Verbandschef sei.

«Vor zwei Jahren war man damit zufrieden. Es ist die Frage, ob man ihm ein sportliches Scheitern ankreiden kann. Da werden jetzt viele alte Rechnungen bezahlt und dabei wird auch über das Ziel hinausgeschossen», äußerte sich Rummenigge, der eine schnelle Entscheidung in der Führungsfrage fordert: «Mit dieser Personalie kann man nicht bis zum 23. Oktober warten.» Für den dann geplanten DFB-Bundestag hatte Schatzmeister Theo Zwanziger seine Kandidatur für das Präsidentenamt angekündigt.

Das Verhalten von Vize-Präsident Engelbert Nelle bezeichnete Rummenigge als «illoyal». Man müsse «diese Leute» fragen, «ob sie selbst in ihren Positionen noch haltbar sind». Als einer der ersten DFB-Führungskräfte hatte Nelle die Ablösung Mayer-Vorfelders gefordert.

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