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Rumsfeld kritisiert Nato-Verbündete

Im Streit zwischen den USA und einigen europäischen Verbündeten um den Nato-Einsatz im Irak hat die US- Regierung ihre Kritik verschärft.

dpa WASHINGTON. Im Streit zwischen den USA und einigen europäischen Verbündeten um den Nato-Einsatz im Irak hat die US- Regierung ihre Kritik verschärft. Nach Nato-Oberbefehlshaber James Jones kritisierte auch Verteidigungsminister Donald Rumsfeld die Weigerung einiger Nato-Mitgliedsländer, sich an der Ausbildung der Sicherheitskräfte im Irak zu beteiligen.

Rumsfeld nannte kein Land beim Namen. Außer Deutschland wollen unter anderem Spanien und Belgien kein Personal zur Verfügung stellen, obwohl der Nato-Rat die Ausbildungsoperation zuvor einstimmig gebilligt hatte.

Wenn es einen einhelligen Beschluss des Nato-Rats gebe und dann Länder entschieden, ihre Soldaten aus den Militärstäben für bestimmte Missionen abzuziehen, sei das ein Problem, sagte Rumsfeld. Der Nato - Generalsekretär arbeite daran. Auch der amerikanische Nato - Oberbefehlshaber James Jones sprach in Washington erneut von einer "beunruhigenden" Entwicklung. Nach seinen Angaben wollen sich bis zu elf der 26 Nato-Mitglieder an der Mission nicht beteiligen.

Vor einer Woche hatte der Nato-Rat die Einsatzplanung für die Entsendung von bis zu 300 Soldaten beschlossen, die bei der Ausbildung irakischer Militärs helfen sollen. Die Bundesregierung hat bislang jegliche Stationierung deutscher Soldaten im Irak strikt abgelehnt. Derzeit befindet sich allerdings ein Ausbildungskommando der Bundeswehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten, um dort 140 Iraker zu Kraftfahrern und Mechanikern auszubilden.

Rund 70 mutmaßliche Aufständische wurden nach einem Bericht des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira bei Razzien südlich von Bagdad und in der Umgebung der Stadt Kirkuk festgenommen. Bei einem Autobombenanschlag auf der Straße zum Bagdader Flughafen kamen am Mittwoch drei Iraker ums Leben. Der Selbstmordattentäter rammte mit seinem Wagen ein Fahrzeug aus einem US-Konvoi und zündete die Bombe, hieß es nach Angaben aus Polizeikreisen. Zwei Iraker wurden verletzt.

Zu den irakischen Parlamentswahlen am 30. Januar sind 180 Parteien zugelassen, deren Kandidaten sich um die 275 Parlamentssitze bewerben wollen. Ursprünglich habe die Kommission, die mit etwa 50 Bewerbungen gerechnet habe, insgesamt 200 Anträge auf Zulassung erhalten, sagte der Sprecher der Wahlkommission am Mittwoch in Bagdad.

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