Rumsfeld-Rat an Indien und Kaschmir
"Sie brauchen diplomatischen Beziehungen"

Vor dem Hintergrund neuer Gefechte zwischen Indien und Pakistan hat US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld die beiden Atommächte zur Normalisierung ihrer Beziehungen aufgefordert.

dpa ISLAMABAD/NEU DELHI. "Sie brauchen diplomatische Beziehungen", sagte Rumsfeld am Donnerstag in Islamabad nach Gesprächen mit Pakistans Militärmachthaber Pervez Musharraf. Rumsfeld forderte, auch die Zug-, Bus- und Flugverbindungen müssten wieder aufgenommen werden. Bei den Artilleriegefechten in Kaschmir kam ein Zivilist ums Leben.

Rumsfeld schwächte seine Aussage, in Kaschmir sei die Terrororgansation El Kaida aktiv, ab. "Es ist nicht nachweisbar", sagte Rumsfeld. In Indien hatte er am Mittwoch von "Hinweisen" auf El Kaida-Kämpfer gesprochen. Das hatte großes Aufsehen ausgelöst. "USA wollen El Kaida an Kaschmir-Grenze jagen", titelte die indische Zeitung "Asian Age".

Der indische Außenstaatssekretär Omar Abdullah schloss sofort aus, US-Truppen in den indischen Teil Kaschmirs zu lassen. Pakistans Präsidentensprecher General Rashid Qureshi sagte, es sei undenkbar, dass El Kaida-Kämpfer bis nach Kaschmir vordringen könnten.

Rumsfeld lobte Pakistan für seine Beteiligung am Kampf gegen den Terrorismus. Zugleich kritisierte er indirekt Musharraf, der Moslemextremisten, die für den Anschluss des indischen Teils von Kaschmir an Pakistan kämpfen, als "Freiheitskämpfer" bezeichnet. "Jeder, der unschuldige Männer, Frauen und Kinder tötet, ist ein Terrorist", sagte Rumsfeld.

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