Rumsfeld sichert Geld für Aufbau von Armee zu
Mindestens sieben Tote bei Kämpfen in Afghanistan

Bei neuen Fraktionskämpfen in Afghanistan sind am Wochenende mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Schauplatz der Gefechte war wieder die Stadt Gardes, wo es bereits im Januar zu tagelangen Kämpfen gekommen war.

WiWo/ap KABUL. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sicherte der afghanischen Regierung bei einem Besuch in Kabul finanzielle Unterstützung für den Aufbau eigener Streitkräfte zu.

Truppen des regionalen Kriegsherrn Batscha Kahn Sardaran feuerten am Samstag vier Stunden lang Raketen in die 100 Kilometer südlich von Kabul gelegene Stadt Gardes. "Ab Mittag hatten wir Krieg", sagte der Klinikarzt Nakibullah Irfan am Sonntag. Neben den sieben Toten habe es etwa 50 Verletzte gegeben. Der von der Regierung in Kabul ernannte Gouverneur Tadsch Mohammed Wardak will sich nicht den Truppen Sardarans ergeben, dessen Machtzentrum in der Stadt Chost liegt. Ein US-Militärsprecher erklärte, die Lösung des Konflikts liege in der Verantwortung der Regierungsbehörden in Kabul.

Nach einem Gespräch mit dem afghanischen Ministerpräsidenten Hamid Karsai sagte Rumsfeld am Samstag, die USA würden Mittel für die Ausbildung der Soldaten bereitstellen, die bereits im Mai beginnen könne. Nach seinen Angaben will sich auch Frankreich an der Ausbildung der afghanischen Soldaten beteiligen. Unmittelbar vor der Ankunft Rumsfelds schlug auf dem Flughafen von Kabul eine Rakete ein, die aber nicht explodierte und keinen Schaden anrichtete.

Mit einer Parade der provisorischen Streitkräfte beging Afghanistan am Sonntag den zehnten Jahrestag des Endes der kommunistischen Herrschaft. Regierungschef Karsai und der am Samstag vom General zum Marschall beförderte Verteidigungsminister Kasim Fahim nahmen die Parade ab, bei der 76 Panzer, Hubschrauber, Raketenwerfer, Scud-Raketen und das einzige Kampfflugzeug vom Typ MiG-21 gezeigt wurden.

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