Rumsfeld stellt neuen Etat vor
US-Regierung will mehr Geld für Verteidigung ausgeben

Die Regierung von US-Präsident George W. Bush hat dem Kongress am Mittwoch einen Etatentwurf für das Haushaltsjahr 2002 in Höhe von 329 Milliarden Dollar vorgelegt. Der Anstieg von 18,4 Milliarden Dollar ist nach Worten von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld der höchste innerhalb eines Jahres seit Mitte der achtziger Jahre.

ap WASHINGTON. Vorgesehen in dem Etatentwurf ist eine drastische Verringerung der B-1B-Bomberflotte der Luftwaffe. 33 der 93 Überschall-Langstreckenflugzeuge sollen dem Rotstift zum Opfer fallen. Außerdem will die Regierung 50 Langstreckenraketen vom Typ Peacekeeper außer Dienst stellen. Zudem soll im nächsten Jahr eine nicht näher genannte Zahl von Militärstandorten geschlossen werden.

Die gesparten Mittel will das Verteidigungsministerium in die Entwicklung neuer Waffen stecken. `Wenn wir diese Periode von Frieden und Wohlstand verlängern wollen, müssen wir uns schon jetzt auf neue und andere Bedrohungen einstellen, denen wir in den nächsten Jahrzehnten gegenüberstehen. Wir dürfen nicht warten, bis sie schließlich auftauchen", sagte Rumsfeld.

Offenkundig hält die US-Regierung den B-1-Bomber nicht für ein geeignetes Waffensystem zur Modernisierung der Luftwaffe für die Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Eine von Rumsfeld in Auftrag gegebene Studie der Rand Corporation kommt nach Informationen aus dem Pentagon zu dem Schluss, dass die B-1-Bomber und andere Systeme für diese Aufgabe ungeeignet seien. Eigentlich hätten die B-1-Bomber die alten B-52-Bomber ersetzen sollten, die bereits im Vietnamkrieg eingesetzt wurden. Doch möglicherweise hält die Regierung nun an den B-52 fest.

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