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Rumsfeld zu Überraschungsbesuch in Mossul

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat am Freitag einen nicht angekündigten Besuch bei US-Truppen im Irak absolviert.

dpa BAGDAD. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat am Freitag einen nicht angekündigten Besuch bei US-Truppen im Irak absolviert.

Die Visite am Heiligen Abend führte ihn nach Mossul, wo drei Tage zuvor bei einem verheerenden Anschlag in einem US-Camp 22 Soldaten und Vertragsarbeiter getötet worden waren, sowie nach Tikrit und Falludscha, wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete.

In Mossul traf Rumsfeld auch Soldaten, die bei dem Attentat am Dienstag verletzt worden waren. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen hatte sich der Attentäter, der sich zur Mittagszeit in einem voll besetzten Kantinenzelt in die Luft sprengte, mit hoher Wahrscheinlichkeit als irakischer Nationalgardist getarnt.

Nach US-Medienberichten wollte Rumsfeld mit seinem Weihnachtsbesuch die Moral der Truppe stärken. In Tikrit sagt er vor den angetretenen Soldaten: "Ihre Aufgabe ist es nicht, ein Land zu kreieren, sondern ein Umfeld zu schaffen, so dass sie (die Iraker) es selbst tun können."

Beobachter brachten die Visite mit der zuletzt auch von republikanischen Parteifreunden heftig kritisierten Irakpolitik Rumsfelds in Zusammenhang. Der Druck auf den Politiker verstärkte sich, als dieser sich über die Sorgen von Soldaten über unzureichende Ausrüstung im Irak abfällig geäußert hatte und als bekannt geworden war, dass er Kondolenzschreiben an Hinterbliebene maschinell unterschreiben ließ. Das Weiße Haus hatte jedoch klar gemacht, dass Präsident George W. Bush weiter zu seinem Verteidigungsminister steht.

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