Rund 1.000 Mitarbeiter betroffen
HypoVereinsbank legt Filialen zusammen

Bedroht sind vor allem unrentable Niederlassungen in Ostdeutschland. Allein in Thüringen drohe 21 sowie in Berlin und Brandenburg 14 Filialen das Aus.

ap MÜNCHEN. Die HypoVereinsbank will ihr Filialnetz in Deutschland kräftig straffen. Von den Umschichtungen seien rund 1 000 Mitarbeiter betroffen, hieß es am Montag aus Branchenkreisen. Entlassungen sollten aber vermieden werden. Die Bank wollte Berichte über Filial-Schließungen nicht kommentieren.

Das Nachrichtenmagazin "Focus" (Montagausgabe) meldete, die Bank werde rund 100 unrentable Niederlassungen schließen, die meisten davon in Ostdeutschland. Allein in Thüringen drohe 21 sowie in Berlin und Brandenburg 14 Filialen das Aus. Nach einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" (Samstagsausgabe) sollen in den neuen Bundesländern insgesamt 70 Niederlassungen geschlossen werden. Davon seien rund 800 Mitarbeiter betroffen.

HypoVereinsbank-Sprecher Thomas Pfaff sagte, die Bank werde die Öffentlichkeit in den kommenden Tagen über ihre Pläne informieren. Bis dahin werde das Institut zu den Berichten nicht Stellung nehmen.

Nach Angaben aus Branchenkreisen will die Bank mit einer Umstrukturierung auf das veränderte Kundenverhalten reagieren. Da Online- und Telefonbanking immer stärker genutzt würden, werde die HypoVereinsbank diesen Bereich ausbauen und dafür ihr Filialnetz zurückfahren. Die Reduktion sei aber "undramatisch". Den betroffenen Mitarbeitern sollten in anderen Bereichen Stellen angeboten werden.

Im Osten würden zwar mehr Filialen zusammengelegt als im Westen, dafür würden dort aber auch mehr neue Stellen geschaffen, hieß es weiter. Insgesamt hielten sich die Veränderungen in den neuen Bundesländern damit "die Waage".

Nach "Focus"-Angaben" will die Bank den betroffenen Mitarbeitern neue Arbeitsplätze in Bayern oder im geplanten Groß-Call-Center in Leipzig bieten.

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