Rund 10 Prozent der Arbeitsplätze betroffen – Grund ist schwache Nachfrage
Nokia streicht Stellen in Netz-Sparte

Der finnische Weltmarktführer Nokia kündigte jetzt die Streichung von etwa 10 % der Stellen in der Mobilfunk-Netz-Sparte Nokia Networks an. 1100 der 1800 zu streichenden Arbeitsplätze sollen in Finnland abgebaut werden, hieß es.

hst STOCKHOLM. Die Krise bei vielen Telekommunikationskonzernen macht auch vor Branchenprimus Nokia nicht halt: Der finnische Weltmarktführer bei Handys kündigte jetzt die Streichung von etwa 10 % der Stellen in der Mobilfunk-Netz-Sparte Nokia Networks an. 1100 der 1800 zu streichenden Arbeitsplätze sollen in Finnland abgebaut werden. Begründet wurde der Schritt mit der anhaltenden Nachfrageflaute bei den tief verschuldeten Telekom-Gesellschaften. Sie haben ihre Investitionen in den Ausbau der neuen, schnellen Mobilfunknetze der dritten Generation (UMTS) stark gebremst.

Nokia Networks beschäftigte Ende vergangenen Jahres 17 360 Mitarbeiter. Bereits im Februar diesen Jahres kündigte Nokia die Streichung von 550 Stellen in der Netz-Sparte an. Damit bauen die Finnen insgesamt 2350 Arbeitsplätze in dem Bereich ab. Der Konzern beschäftigt knapp 52 000 Mitarbeiter.

Bereits bei der letzten Prognose vor einem Monat hatte Nokia vor "deutlichen Verlusten" in seiner Netz-Sparte im ersten Quartal 2003 gewarnt. Für das Gesamtjahr 2003 gehen die Finnen derzeit von einem Umsatzminus von rund 10 % bei den Mobilfunknetzen aus. Trotz dieser Vorwarnung kam die gestern präsentierte Kostensenkungsmaßnahme für viele Analysten überraschend. "Die Stellenstreichungen entsprechen etwa 25 Prozent des Personals in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Netz-Spar-te. Das ist eine drastische Maßnahme", erklärte ein Analyst. Die Nokia-Aktie gab in Helsinki zeitweise deutlich um 4,1 % nach.

Während Nokias Netz-Sparte nur für etwa 20 % des Konzernumsatzes steht, ist der schwedische Ericsson-Konzern deutlich stärker vom Netz-Geschäft abhängig. Der Bereich steht für rund 80 % des Konzernumsatzes. Ericsson führt derzeit ein drastisches Sparprogramm durch, dass u.a. die Streichung von mehr als 40 000 Arbeitsplätzen seit Anfang 2001 bis Ende dieses Jahres beinhaltet.

Quelle: Handelsblatt

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