Rund 6 % im Minus
Cancom It Systeme mit Umsatz- und Ergebnisplus in 2000

Die am Neuen Markt notierte Cancom It Systeme AG hat im Geschäftsjahr 2000 wie bereits angekündigt ein deutlich positives Ergebnis erzielt. Der Konzerngewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 79 % auf fünf Mill. DM erhöht, teilte der Informations- und Telekommunikations-Dienstleister am Montag in einer Pflichtveröffentlichung mit.

Reuters JETTINGEN-SCHEPPACH. Ursprünglich war Cancom von einer "schwarzen Null" ausgegangen, hatte dann aber zu Jahresbeginn ein positives EBIT angekündigt. Für 2001 gehe der Vorstand von "einer Fortsetzung der positiven Entwicklung aus". Ein Cancom-Sprecher schloss auf Anfrage eine Erhöhung der Prognosen für das laufende Jahr nicht aus.

Die Cancom-Aktien konnte von den positiven Zahlen nicht profitieren und notierte am Mittag mit 15,25 Euro um 6,15 % im Minus.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz den Angaben zufolge auf 309 (1999: 112) Mill. DM. Zum EBIT-Ergebnis habe das Kerngeschäft, das Cancom Systemhaus, 7,2 Mill. DM beigetragen, hieß es. Die Beteiligungen hätten hingegen einen Verlust von 2,2 Mill. DM eingefahren. Ursprünglich sei man hier von einem Minus in Höhe von 6,5 Mill. DM ausgegangen. Der Einstieg eines Finanzinvestors bei der Unternehmenstochter Tendi AG habe den Fehlbetrag jedoch verringert. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) bezifferte Cancom auf 7,7 (3,8) Mill. DM. Die Mitarbeiterzahl habe sich auf 460 von 207 erhöht.

Im laufenden Geschäftsjahr wolle sich Cancom im Systemhausbereich weiter auf Beratungsdienstleistungen sowie Softwareentwicklung für die grafische Industrie konzentrieren. Vor diesem Hintergrund erwarte der Vorstand einen zusätzlich positiven Einfluss auf die künftige Entwicklung. Ein Unternehmenssprecher sagte auf Anfrage, Cancom schließe vor dem Hintergrund der veröffentlichten Zahlen eine Anhebung der bisherigen Prognosen nicht aus. Derzeit geht Cancom für 2001 von einem EBIT in Höhe von rund 12,7 Mill. DM bei einem Umsatz von etwa 379,5 Mill. DM aus.

Uwe Barth, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg, sagte, die Zahlen seien insgesamt "sehr gut". Die geringeren Fehlbeträge im Beteiligungsbereich stellten jedoch keine Überraschung dar. Der Umsatz liege jedoch über den Erwartungen.

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