Runde schließt Ampelkoalition nicht grundsätzlich aus
Hamburger Wahlkampf geht in heiße Phase

Der Hamburger Bürgermeister Ortwin Runde schließt eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP nach der Bürgerschaftswahl in einem Monat nicht mehr völlig aus.

ap HAMBURG. Entsprechende Fragen danach würden "nach dem 23. September beantwortet", sagte der SPD-Politiker am Montag bei der Vorstellung der Werbeplakate für die die heiße Wahlkampfphase.

Runde unterstützte ausdrücklich eine Aussage des SPD-Politikers Thomas Mirow aus der letzten Woche, der eine Ampelkoalition für den Fall ins Spiel gebracht hatte, falls dadurch eine Regierungsbeteiligung der Partei des umstrittenen Amtsrichter Ronald Schill verhindert werden könnte. "Völlig richtig", sagte Runde dazu.

In einer Umfrage aus der letzten Woche lag die Regierungskoalition aus SPD und Grünen hinter den Oppositionsparteien CDU, FDP und der "Rechtsstaatlichen Offensive" Schills. Die FDP hält sich aber noch alle Möglichkeiten von Koalitionen offen.

Unterdessen hat der Hamburger FDP-Spitzenkandidat Rudolf Lange Runde und die Zweite Bürgermeisterin Krista Sager von der GAL aufgefordert, sich einer öffentlichen Dikussion mit Parteigründer Schill zu stellen. Das "Hamburger Abendblatt" berichtet über einen Brief an die beiden Bürgermeister, in dem Lange schreibt, dass er "kein Befürworter von Herrn Schill und seinen politischen Aussagen" sei. Weiter heißt es: "Die Ausgrenzung eines Kandidaten aus solchen Gesprächen selbst bei striktester Ablehnung der politischen Ziele halte ich aber für falsch."

Anlass für den Brief Langes ist eine Einladung des Hamburger Presseclubs zu einer "Elefantenrunde" am 1. September. Runde hat die Teilnahme abgesagt. Anstelle des Bürgermeisters soll Parteichef und Innensenator Olaf Scholz die SPD vertreten. Runde begründete seinen Verzicht damit, dass Schill in öffentlichen Diskussion ein disziplinloses Verhalten zeige und die Würde des Bürgermeisteramtes gewahrt werden müsse.

Runde stellte am Montag für Wahlplakate vor, die ihn vor verschiedenen Szenen der Stadt zeigen, etwa im Hafen, in der Universität oder in einer Werft. Darüber stehen Werbesprüche wie "Gute Politik schafft Arbeitsplätze" oder "Gute Politik gibt Stabilität"

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