Runder Tisch soll Vergabepraxis aufdecken
Produzenten beschweren sich bei ARD und ZDF

Die anhaltende wirtschaftliche Krise in der Fernsehindustrie verschärft die Auseinandersetzung zwischen privaten Produktionsfirmen und den öffentlich-rechtlichen Sendern.

pes DÜSSELDORF. Die anhaltende wirtschaftliche Krise in der Fernsehindustrie verschärft die Auseinandersetzung zwischen privaten Produktionsfirmen und den öffentlich-rechtlichen Sendern. Heute treffen in Berlin auf Einladung der Produzentenvereinigung Film 20 hochrangige Vertreter von ARD und ZDF mit den Firmen der Branche zusammen, um die Vergabepraxis für Film- und Serienprojekte zu hinterfragen. Wie eine Sprecherin bestätigt, wird ARD-Intendant Jobst Plog teilnehmen. Für das ZDF soll Hans Jahnke, Chef des fiktionalen Programms, dabei sein. Weder die Sender noch die Vereinigung Film 20 und die Produzenten wollten jedoch im Vorfeld offiziell Stellung nehmen.

Private Produktionsfirmen fühlen sich zunehmend benachteiligt und bemängeln fehlende Transparenz bei der Auftragsvergabe. Branchengrößen wie Bavaria Film und Studio Hamburg sind über ihre Gesellschafterstrukturen eng mit den öffentlich-rechtlichen Sendern verbunden und gehören zu deren großen Auftragnehmern.

Bereits seit mehreren Monaten weisen die privaten Produktionsfirmen auf die gewachsene Bedeutung von ARD und ZDF für die Branche hin. Mit einem Produktionsvolumen von 350 Mill. Euro für Filme und TV-Serien ist das ZDF der größte Auftraggeber für die Produzenten, gefolgt von den ARD-Anstalten. Das Produktionsvolumen der privaten Sender RTL und Sat 1 ist nach Produzentenangaben dagegen merklich zurückgegangen.

Unwillen hat in der Branche bereits vor zwei Jahren der Fall Maran-Film ausgelöst: Die private Produktionstochter des SWR ist seit 2001 hauptsächlich für SWR-Filmprojekte zuständig.

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