Runderneuerung der Bahnhöfe läuft
Mehdorn nennt Magnetschwebebahnen in NRW und München sinnvoll

Bahnchef Hartmut Mehdorn räumt den geplanten Magnetschwebebahnen durch Nordrhein-Westfalen und in München gute Chancen ein. Bei den Machbarkeitsstudien zur Wirtschaftlichkeit der Transrapidverbindungen zwischen Düsseldorf und Dortmund sowie des konkurrierenden Münchner Shuttle-Projekts zwischen Hauptbahnhof und Flughafen hätten sich bisher in beiden Fällen keine Hindernisse für den Bau ergeben, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG am Montag zur Eröffnung des 3. Internationalen Bahn-Gipfels "rail#tec 2001" in Dortmund. Beide Projekte seien für eine Magnetschwebebahn betriebswirtschaftlich sinnvoll.

ddp-vwd DORTMUND. Die Vorhaben verfolgten unterschiedliche Verkehrskonzepte, brächten aber beide mehr Vorteile für die Reisenden, erklärte der Bahn-Chef am Rande der dreitägigen Fachmesse. Nach seinen Angaben werden die Machbarkeitsstudien bis zum Frühjahr nächsten Jahres vorliegen. Spätestens zur Fußballweltmeisterschaft 2006 soll der Metrorapid durch NRW fertig gestellt sein. Für eine enge Zusammenarbeit zwischen Bahn und NRW sprach sich Landesverkehrsminister Ernst Schwanhold (SPD) aus. Bei der Verkehrsplanung und der vorgesehenen Streichung von Interregio-Verbindungen dürfe es "keine isolierten Maßnahmen" der Bahn geben. Eine intelligente und schnelle Verknüpfung von Regional- und Fernverkehr müsse erreicht werden, um die Bahnangebote attraktiver zu gestalten. Dazu zähle auch die Metrorapid-Strecke.

Durch das Programm "Moderne Bahnhöfe" kann nach Aussage des Ministers in den kommenden fünf Jahren ein "wesentlicher Teil" der Bahnhöfe im bevölkerungsreichsten Bundesland "runderneuert" werden. Derzeit werden die Bahnhöfe in Bielefeld und Bochum renoviert. Aachen, Gelsenkirchen, Münster, Siegburg und andere sollten in den kommenden drei Jahren folgen. Mehdorn zufolge werden bundesweit insgesamt 52 größere und kleinere Bahnhöfe saniert. Auch der geplante Ausbau des Dortmunder Hauptbahnhofs werde von der Bahn unterstützt, notfalls im Alleingang und in einer kleineren Variante, hieß es.

Mehdorn kritisierte, die Politik habe die Bahn 50 Jahre lang "zu Lasten der Straße" vernachlässigt und zu wenig in sie investiert. Um den daraus resultierenden "Nachholbedarf" aufzuholen, werden nach seinen Angaben im Zuge der Bahnreform bis 2005 noch einmal rund 79 Mrd. DM in die Modernisierung des Netzes und der Stationen fließen.

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