Rusedski sieht sich "als eine Art Bauernopfer"
Wada kündigt Überprüfung der ATP an

Schwere Anschuldigungen des Tennisprofis Greg Rusedski gegen die ATP haben die Anti-Doping-Weltagentur Wada auf den Plan gerufen. Sie will nun deren Dopingtest-Verfahren überprüfen.

HB BERLIN. Nachdem der bei einer Doping-Kontrolle positiv getestete britische Tennis-Star Greg Rusedski die ATP scharf attackiert hatte, kündigte die Anti-Doping-Weltagentur Wada eine Untersuchung der Test-Verfahren bei der Spielervereinigung an. «Wenn das, was Greg Rusedski sagt, der Wahrheit entspricht, wird es höchste Zeit, sich mit der ATP zu befassen», sagte Wada-Generaldirektor David Howman in London. Zugleich forderte Howman unmissverständlich eine Bestrafung des Dopingsünders Rusedski.

Rusedski hatte nach seinem positiven Test die ATP beschuldigt: «Es sieht so aus, als wenn man mich als eine Art Bauernopfer ausgewählt hat. Es sind 47 von 120 getesteten Spielern mit hohen Nandrolonwerten aufgefallen, aber nur mein Fall wurde an die Öffentlichkeit gebracht. Das ist falsch, unfair und diskriminierend.»

Bei dem 30-Jährigen waren im Juli Spuren des anabolen Steroids Nandrolon entdeckt worden. Dies hatte Rusedski zuvor bereits selbst bestätigt.

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