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Russen fliegen Luftangriffe gegen Tschetschenen

Die russische Armee hat mit Flugzeugen und Kampfhubschraubern im Grenzgebiet zu Georgien Jagd auf zwei große Trupps tschetschenischer Rebellen gemacht.

dpa MOSKAU. Das Verteidigungsministerium in Moskau dementierte jedoch am Mittwoch Vorwürfe aus Tiflis, auch das Pankisi-Tal in Georgien, in dem etwa 6000 tschetschenische Flüchtlinge leben, sei bombardiert worden.

Das Amt des georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse in Tiflis erklärte, sechs Flugzeuge der russischen Luftwaffe hätten an mehreren Stellen über dem Tal Bomben abgeworfen. Die Regierung des Kaukasus- Staates legte nach Angaben der Agentur Itar-Tass offiziellen Protest in Moskau ein.

"Russische Kampfflugzeuge oder Hubschrauber haben keinerlei Objekte auf dem Gebiet Georgiens angegriffen", sagte dagegen der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Oberst Nikolai Derjabin. Das russische Kaukasuskommando in Tschetschenien geht nach eigenen Angaben seit zwei Wochen gegen zwei Trupps von mehreren hundert Rebellen im bergigen Süden der abtrünnigen Kaukasusrepublik vor. Bei den Angriffen von Artillerie und Luftwaffe seien bereits mehr als 120 Freischärler getötet worden, hieß es.

Das abgelegene Pankisi-Tal, über das die georgische Führung keine Kontrolle hat, gilt als Nachschubbasis für die tschetschenischen Rebellen. Zu Beginn des Tschetschenien-Krieges im Herbst 1999 hatte die russische Luftwaffe mehrfach den weiter westlich gelegenen georgischen Grenzort Schatili beschossen und das Gelände durch Minenabwürfe unpassierbar gemacht.

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