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Russische Behörde: Siemens beantragt Übernahme von Silowyje MaschinyDPA-Datum: 2004-07-16 15:52:37

(dpa-AFX) Moskau/München - Der Siemens-Konzern < SIE.ETR > hat nach Angaben der russischen Kartellbehörde die Übernahme des Turbinen-Spezialisten Silowyje Maschiny beantragt. Die Anti-Monopol-Behörde sei am 6. Juli über die "vorläufigen Kaufabsichten" des deutschen Konzerns unterrichtet worden, sagte ein Sprecher am Freitag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax. Siemens wolle das russische Unternehmen zu 71 Prozent übernehmen.

(dpa-AFX) Moskau/München - Der Siemens-Konzern < SIE.ETR > hat nach Angaben der russischen Kartellbehörde die Übernahme des Turbinen-Spezialisten Silowyje Maschiny beantragt. Die Anti-Monopol-Behörde sei am 6. Juli über die "vorläufigen Kaufabsichten" des deutschen Konzerns unterrichtet worden, sagte ein Sprecher am Freitag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax. Siemens wolle das russische Unternehmen zu 71 Prozent übernehmen.

Siemens bestätige, dass vorsorglich die Absicht angemeldet worden sei, die Anteile zu erhöhen. Derzeit hält Deutschland größter Elektrokonzern rund vier Prozent an dem russischen Unternehmen. "Wir wollen in enger Kooperation mit den russischen Behörden vorgehen", sagte ein Siemens-Sprecher. In den vergangenen Tagen war in russischen Medien spekuliert worden, das Interesse des Siemens - Konzerns stoße auf Widerstand im Kreml. Präsident Wladimir Putin sei gegen eine ausländische Übernahme des teilweise auch in der Rüstungsbranche aktiven Konzerns.

Zu Details wollte sich der Siemens-Sprecher nicht äußern. Russischen Medienberichten zufolge soll Siemens umgerechnet knapp 200 Millionen Euro bieten. Siemens hatte mehrfach angekündigt, das Geschäft in Russland weiter auszubauen. Dabei gilt der wachsende Energieerzeugungs-Bereich als besonders attraktiv.

Das Unternehmen Silowyje Maschiny ist Russlands größter Anbieter auf dem wachsenden Markt für Turbinen. In diesem Bereich erzielte der Konzern im Vorjahr einen Umsatz von 350 Millionen Dollar (282 Mio Euro). Der Konzern nennt sich im internationalen Geschäft Power Machines (PM). Mehr als 70 Prozent der Aktien kontrolliert die Finanz- und Industrie-Gruppe Interros des Großunternehmers Wladimir Potanin.

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