Russische Justiz gibt Mitschuld
Soldaten verkauften Mine für Anschlag auf Parade

Die russische Justiz gibt sieben Soldaten eine Mitschuld am Anschlag mit 43 Toten bei der Parade zum Tag des Sieges am 9. Mai in der dagestanischen Stadt Kaspijsk.

dpa/HB MOSKAU. Die Soldaten der dort stationierten 136. Panzergrenadier-Division hätten die bei dem Anschlag verwendete Anti-Personen-Mine an Rebellen verkauft. Das sagte Vizegeneralstaatsanwalt Wladimir Kolesnikow am Donnerstag in Machatschkala, der Hauptstadt der südrussischen Teilrepublik Dagestan. Von den elf Rebellen, die des Anschlags verdächtigt werden, seien drei bereits gefasst, berichtete Kolesnikow nach Angaben der Agentur Interfax.

Bei einer Militärparade zum Gedenken des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland im Zweiten Weltkrieg war am 9. Mai in Kaspijsk eine Bombe explodiert, die 43 Menschen tötete und mehr als 100 verletzte. Den sieben Soldaten werde ein Strafprozess gemacht, kündigte Kolesnikow an. Auch in der benachbarten Kriegsregion Tschetschenien sterben russische Soldaten häufig durch Waffen und Sprengstoff, die ihre Kameraden an Rebellen verkauft haben.

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