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Russische Kartellbehörde verschiebt Entscheidung zu Siemens

(dpa-AFX) Moskau - Das russische Kartellamt hat die Entscheidung über eine höhere Beteiligung des Siemens-Konzerns < SIE.ETR > an dem Turbinen- Hersteller Silowyje Maschiny verschoben. Man habe Siemens um weitere Informationen zur Eigentumstruktur gebeten, teilte ein Behördensprecher am Freitag in Moskau mit. Dem Kartellamt liegt nach eigenen Angaben nur ein Schreiben vom 6. Juli vor, in dem Siemens die Übernahme von 71 Prozent an Silowyje Maschiny (Power Machines) beantragt hat. Ursprünglich sollte am Freitag (6. August) eine Entscheidung getroffen werden.

(dpa-AFX) Moskau - Das russische Kartellamt hat die Entscheidung über eine höhere Beteiligung des Siemens-Konzerns < SIE.ETR > an dem Turbinen- Hersteller Silowyje Maschiny verschoben. Man habe Siemens um weitere Informationen zur Eigentumstruktur gebeten, teilte ein Behördensprecher am Freitag in Moskau mit. Dem Kartellamt liegt nach eigenen Angaben nur ein Schreiben vom 6. Juli vor, in dem Siemens die Übernahme von 71 Prozent an Silowyje Maschiny (Power Machines) beantragt hat. Ursprünglich sollte am Freitag (6. August) eine Entscheidung getroffen werden.

Deutschlands führender Elektrokonzern hatte am 23. Juli mitgeteilt, ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem russischen Mehrheitseigner von Silowyje Maschiny, der Industrieholding Interros, gründen zu wollen. In dieses Joint Venture solle die 71-prozentige Interross-Beteiligung an dem Turbinen-Hersteller eingebracht werden, hieß es.

Das Kartellamt teilte mit, ihm sei die Siemens-Erklärung vom 23. Juli nicht bekannt. "Der deutsche Konzern hat seinen Antrag auf Erwerb von 71 Prozent an Silowyje Maschiny bislang nicht zurückgezogen", sagte ein Sprecher der Aufsichtsbehörde in Moskau.

Russische Regierung Will Entscheiden

Die russische Regierung hatte im Juli mitgeteilt, sie entscheide, welchen Anteil Siemens erwerben dürfe. Silowyje Maschiny produziert auch Technik für die Atomindustrie und den Rüstungsbereich und gilt deshalb als strategisch wichtiges Unternehmen unter Staatskontrolle.

Der Münchner Konzern kündigte Investitionen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar (166 Mio Euro) für die kommenden Jahre an. Bereits heute kontrolliert die Siemens AG knapp fünf Prozent von Silowyje Maschiny. Das russische Unternehmen erzielte im Vorjahr einen Umsatz von 350 Millionen Dollar.

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