Russischer Außenminister
Russland will Beziehungen zu ehemaligen Bruderländern erneuern

Russland hat sich vor dem zehnten Jahrestag der Auflösung des Warschauer Pakts für engere Beziehungen zu den einstigen Bruderländern in Europa ausgesprochen.

dpa MOSKAU. "Wir arbeiten sehr ernsthaft daran, unsere menschlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontakte zu bewahren und neue Impulse zu geben", sagte der russische Außenminister Igor Iwanow nach Angaben der Agentur Interfax in einem am Freitag in der Zeitung "Prawda" veröffentlichten Interview.

"Anfang der neunziger Jahre fand eine Kehrtwende in unseren Beziehungen zu den Ländern in Mittel- und Osteuropa statt. Der Hauptgrund war die Neuorientierung der Länder nach Westen", sagte Iwanow. Russland wolle erreichen, dass die bevorstehende Osterweiterung der Europäischen Union nicht die Handelsbeziehungen zwischen Russland und den Beitrittsländern verschlechtere. Die ehemals sozialistischen Länder Polen, Ungarn und Tschechien exportieren nur noch knapp ein Zehntel ihrer Waren nach Russland.

Im Zuge der politischen Umwälzungen in Mittel- und Osteuropa hatten die Unterzeichnerstaaten den Warschauer Vertrag am 1. Juli 1991 endgültig aufgelöst. Dem 1955 gegründeten östlichen Militärbündnis gehörten ursprünglich die DDR (bis 1990), Polen, Ungarn, die Tschechoslowakei, Rumänien, Bulgarien, die Sowjetunion und Albanien (bis 1968) an.

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