Russischer Geheimdienst bestreitet Abtransport: Diplomaten sollen irakische Dokumente entwendet haben

Russischer Geheimdienst bestreitet Abtransport
Diplomaten sollen irakische Dokumente entwendet haben

Der russische Auslandsgeheimdienst SWR hat Medienberichte über einen Abtransport geheimer irakischer Dokumente des Saddam-Regimes dementiert. "Diese Behauptung ist aus den Fingern gesogen und entbehrt jeglicher Grundlage", sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch.

HB/dpa MOSKAU. Die russische Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta" (Mittwochsausgabe) hatte behauptet, Archive von Präsident Saddam Hussein seien wahrscheinlich bereits von russischen Diplomaten aus dem Irak nach Moskau gebracht worden.

Als Hauptbeleg nennt die Zeitung den Beschuss der Kolonne des russischen Botschafters am Sonntag beim Verlassen Bagdads in Richtung Syrien. Die US-Truppen seien über die Abreise informiert gewesen und hätten mehrfach versucht, die transportierten Güter zu kontrollieren.

Russische Medien hatten zuvor berichtet, Agenten Moskaus seien derzeit in Bagdad auf der Suche nach wichtigen Dokumenten. Dies wurde auch mit der Sorge Russlands begründet, Beweise für mögliche illegale Waffengeschäfte mit dem Irak in der Zeit der UN-Sanktionen könnten in die Hände der Amerikaner gelangen. Der Kreml hat derartige Rüstungsverkäufe stets dementiert.

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