Russischer Medienmagnat verzichtet auf 14,5 Prozent
Gussinski tritt Anteile an Radiosender ab

Der entmachtete russische Medienmagnat Wladimir Gussinski hat seinen Anteil von 14,5 Prozent am unabhängigen Info- Radiosender "Echo Moskwy" der Redaktion abgetreten.

dpa MOSKAU. "Alle notwendigen Dokumente sind am 25. Mai noch vor der gerichtlichen Liquidation der "Media-Most"-Holding unterschrieben worden", sagte der Chefredakteur des Senders, Alexej Wenediktow, nach Angaben der Agentur Interfax am Freitag in Moskau. Damit verfügt die Belegschaft über 42 Prozent der Aktien.

Nach der Übernahme des größten privaten Fernsehsenders NTW durch den vom Kreml kontrollierten Gasmonopolisten Gasprom kämpft der populäre Radiosender als letztes der ehemaligen Gussinski-Medien dagegen, unter die Kontrolle des Staates gestellt zu werden. Mit der Liquidierung der hoch verschuldeten "Media-Most"-Holding Gussinskis fielen per Gerichtsbeschluss 25 Prozent der Anteile an "Echo Moskwy" der Gasprom-Tochter "Gasprom-Media" zu. Das Unternehmen verfügt damit über mehr als 50 Prozent der "Echo Moskwy"-Anteile.

Die Belegschaft von "Echo Moskwy" wolle die zur Aktienmehrheit fehlenden neun Prozent bei Gasprom kaufen, sagte Wenediktow. In ersten Verhandlungen habe Gasprom aber einen Preis verlangt, den sich die Redaktion aus eigener Kraft nicht leisten könne. "Echo Moskwy" hat sich bei Millionen von Russen als Kreml-kritischer, aktueller Infosender einen Namen gemacht.

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