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Russischer Ministerpräsident kündigt neuen Umschuldungswunsch an

Der russische Ministerpräsident Michail Kasjanow hat einen neuen Vorstoß seines Landes zur Verringerung der Tilgung der bisher aufgelaufenen Staatsschulden angekündigt.

dpa-afx LONDON. Bisher habe Moskau den "Pariser Club" der Gläubigerstaaten noch nicht um neue Umschuldungsverhandlungen gebeten, werde dies jedoch "spätestens 2001" tun, sagte Kasjanow am Dienstag vor Journalisten in London.

"Wenn die Rückzahlungsforderungen nicht verringert werden, dann kämen wir in eine schwierige Lage", sagte er. Russland müsse dann rund 30 % seiner Staatsausgaben für die Schuldentilgung aufwenden, habe jedoch im derzeitigen Haushalt nur 24 % vorgesehen. Es gehe "um mehrere Mrd. $". Nach offiziell unbestätigten Schätzungen hat Russland etwa 150 Mrd.. USD Auslandsschulden, von denen zwei Drittel aus der Sowjetzeit stammen.

Kasjanow räumte "ernste Probleme" für westliche Investoren in Russland ein und versprach die Schaffung investitionsfreundlicher Rahmenbedingungen für Unternehmer. Nach Gesprächen mit dem britischen Premierminister Tony Blair, Schatzkanzler Gordon Brown und britischen Industriellen bat Kasjanow jedoch um Geduld. "Die Hälfte der Gesetze sind ein Erbe der Sowjetzeit", sagte er. Die Beseitigung dieser Gesetz sei "sehr schwierig": "Wir werden nicht nur ein Jahr brauchen, um das alles zu ändern."

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