Russischer Präsident schaltet sich offenbar in Belgrader Machtkampf ein
Interfax: Putin will Milosevic empfangen

afp MOSKAU. Russlands Präsident Wladimir Putin will sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax persönlich in den Machtkampf zwischen Regierung und Opposition in Belgrad einschalten. Er sei bereit, sowohl Präsident Slobodan Milosevic als auch den Oppositionskandidaten Vojislav Kostunica zu empfangen, um einen Ausweg aus der derzeitgen Krise in Jugoslawien zu finden, berichtete Interfax am Montag.

Am Wochenende hatte Putin in Telefonaten mit US-Präsident Bill Clinton und Bundeskanzler Gerhard Schröder zu erkennen gegeben, dass er Kostunica als Sieger der Präsidentschaftswahl vom vergangenen Sonntag betrachtet. Zudem bot er an, seinen Außenminister Igor Iwanow zur Vermittlung nach Belgrad zu schicken. Dies war von Milosevic allerdings abgewiesen worden.

Regierung und Opposition in Belgrad streiten sich um das Resultat der Wahl: Die offizielle Wahlkommission hat Kostunica knapp 49 Prozent der Stimmen bescheinigt, Milosevic knapp 39 Prozent. Nach Zählung der Opposition hat Kostunica 52 Prozent der Stimmen bekommen und damit bereits im ersten Wahlgang gewonnen. Der Westen hat Milosevic aufgefordert, den Sieg Kostunicas anzuerkennen.

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