Russischer Verteidigungsminister in Brüssel
NATO reagiert abwartend auf Putin-Vorschlag für Raketenabwehrsystem

Die NATO hat abwartend und vorsichtig auf den Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin reagiert, ein gemeinsames Raketenabwehrsystems durch die EU, die NATO und Russland zu schaffen.

dpa BRÜSSEL. "Wir werden das Thema weiter verfolgen", sagte NATO - Generalsekretär George Robertson am Freitag in Brüssel am Rande des NATO-Russlandrates.

US-Verteidigungsminister William Cohen sprach von einer "Idee" Putins. Es seien weitere Informationen nötig. Der russische Verteidigungsminister Igor Sergejew sprach das Thema bei dem Brüsseler Treffen zwar an, gab aber keine detaillierteren Informationen. "Mir ist nicht klar, was Russland vor hat", sagte Cohen. Er betonte, eine solche Initiative könne die geplante US- Raketenabwehr (NMD) nicht ersetzen, sondern allenfalls ergänzen.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Walter Kolbow, sagte vor Journalisten, der russische Vorschlag solle untersucht werden. "Hier hat die russische Seite eine europäische Raketenabwehr ins Spiel gebracht." Ein neuer Rüstungswettlauf müsse auf jeden Fall verhindert werden, sagte Kolbow.

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