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Russland nimmt Abschied von Absturz-Opfern

In Russland haben Angehörige Abschied von den Opfern der beiden durch Terroranschläge verursachten Flugzeugabstürze genommen. In den südrussischen Städten Sotschi und Wolgograd wurden am Samstag die ersten Toten beigesetzt.

dpa MOSKAU. In Russland haben Angehörige Abschied von den Opfern der beiden durch Terroranschläge verursachten Flugzeugabstürze genommen. In den südrussischen Städten Sotschi und Wolgograd wurden am Samstag die ersten Toten beigesetzt.

Die Behörden korrigierten die Zahl der Gesamtopfer. Demnach befanden sich insgesamt 90 Menschen an Bord der beiden am Dienstagabend zeitgleich abgestürzten Flugzeuge. Niemand an Bord überlebte die Katastrophe.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen in beiden Tupolews Selbstmordattentäterinnen tschetschenischer Herkunft Bomben gezündet haben. In den Trümmern der Tu-154 fanden Experten Spuren des Sprengstoffs Hexogen. Die mutmaßliche Attentäterin in der Tu-154 habe möglicherweise ihren Bruder rächen wollen, der vor drei Jahren von russischen Soldaten in Tschetschenien entführt wurde und seitdem vermisst sei. Das berichtete die Tageszeitung "Iswestija" unter Berufung auf Nachbarn der Tschetschenin.

Russische Medien berichteten, auf einer islamistischen Internet-Seite habe ein Terrorkommando mit der Bezeichnung "Islambuli-Brigade von El Kaida" die Verantwortung für die Abstürze übernommen. Trotz des Terroranschlags will Bundeskanzler Gerhard Schröder am Montag zu einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin und Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac nach Sotschi reisen.

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