Russland sagt Unterstützung zu
Bush sucht Schulterschluss mit Politikern aus aller Welt

US-Präsident George W. Bush sucht gegenwärtig in Gesprächen mit Politikern zahlreicher Länder den Schulterschluss im Kampf gegen den Terrorismus. Nachdem er mit mehr als 20 führenden Politikern telefoniert hatte, begann er am Dienstag mit Frankreichs Präsident Jacques Chirac eine Reihe persönlicher Gespräche mit Vertretern aus Asien, Europa und Russland.



rtr WASHINGTON. Chirac sicherte Bush die Solidarität Frankreichs im Kampf gegen den Terrorismus zu, vermied es aber, wie Bush von einem Krieg zu sprechen. Die USA machen den radikalen Moslem Osama bin Laden für die Anschläge auf das New Yorker World Trade Center und das US- Verteidigungsministerium verantwortlich.

Am Mittwoch steht ein Treffen Bushs mit Indonesiens Präsidentin Megawati Sukarnoputri an. Indonesien ist das bevölkerungsreichste moslemische Land der Welt. Seine Regierung warnte die USA bereits davor, jetzt alle Moslems zu Sündenböcken zu machen. Die USA erwarten indes nach Informationen aus Regierungskreisen, dass Indonesien sich mehr gegen moslemische Extremisten engagiert. Dies sei von besonderer Dringlichkeit, hieß es.

Zu den weiteren Besuchern am Mittwoch im Weißen Haus gehören auch Bundesaußenminister Joschka Fischer und sein russischer Kollege Igor Iwanow. Die europäischen Verbündeten der USA haben Bush uneingeschränkte Solidarität und Beistand als NATO-Partner zugesichert. Zugleich sprachen sie sich für Zurückhaltung und eine ausgewogene Reaktion auf die Anschläge aus. Fischer sagte, mit militärischen Mitteln allein lasse sich der internationale Terrorismus nicht eindämmen. An der Seite Chiracs drängte Bush, es seit an der Zeit: "Ich weiß, dass wir jetzt auf den Terror reagieren müssen."

Russlands Präsident Wladimir Putin, der den USA ebenfalls Unterstützung zugesagt hatte, sprach sich seinerseits gegen unüberlegte Vergeltungsakte aus. Jeder Aktion müsse eine gründliche Ermittlung vorausgehen, die klare Beweise erbringe, sagte er. Am Donnerstag wird der britische Premierminister Tony Blair in Washington erwartet.

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