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Russland: Truppenabzug aus dem Kaukasus

dpa MOSKAU. Russland beginnt an diesem Dienstag mit dem von Präsident Wladimir Putin angeordneten Teilabzug seiner Streitkräfte aus der abtrünnigen Kaukasusrepublik Tschetschenien. Bereits in den Mittagsstunden solle die erste Brigade einer der russischen Schützendivisionen in der benachbarten Teilrepublik Dagestan eintreffen, berichtete die Nachrichtenagentur Itar-Tass. Der Plan für den weiteren Abzug russischer Einheiten sei bereits komplett erstellt, sagte der Befehlshaber der russischen Kaukasus-Verbände, General Waleri Baranow.

Nach Abschluss des Abzugs sollten in Tschetschenien lediglich die 42. Schützendivision mit einer Stärke von 15 000 Mann sowie eine knapp 7 000 Mann starke Polizei-Brigade bleiben. Nach ungenauen Schätzungen waren Beobachter davon ausgegangen, dass in Tschetschenien bis zu 90 000 Mann in den Einheiten der Armee und des Innenministeriums gedient hatten. Ihnen standen nach offiziellen russischen Angaben knapp 1 500 Rebellen gegenüber.

Putin hatte im Januar den Teilabzug russischer Truppen aus Tschetschenien als Teil eines "Normalisierungsplans" angeordnet.

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