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Russland warnt vor Einmischung in jugoslawische Wahlen

Der russische Außenminister Igor Iwanow hat am Mittwoch vor einer Einmischung von außen in die Präsidentschaftswahl in Jugoslawien gewarnt.

dpa MOSKAU. Der russische Außenminister Igor Iwanow hat am Mittwoch vor einer Einmischung von außen in die Präsidentschaftswahl in Jugoslawien gewarnt. "Russland tritt fest dafür ein, dass die Völker Jugoslawiens die völlige Freiheit haben sollen, ihren Willen zu äußern ohne irgendwelchen Druck von innen oder von außen", sagte der Außenminister am Mittwoch in Moskau nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax.

"Jetzt ist es wichtig, keine Destabilisierung der Situation zuzulassen, die nur denen in die Hände spielt, die nicht am Erhalt eines einheitlichen Jugoslawiens interessiert sind", fügte Iwanow hinzu. Die hohe Beteiligung an der Präsidentenwahl vom Sonntag sei ein Beleg dafür, dass die jugoslawische Bevölkerung einen friedlichen Wandel wünsche.

Russland gilt traditionell als Bündnispartner Serbiens und unterhält enge Beziehungen zum jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Dieser hat sich nach offiziellen Angaben der Wahlkommission in Belgrad in eine Stichwahl gegen den Oppositionskandidaten Vojislav Kostunica gerettet. Die jugoslawische Opposition geht davon aus, durch Wahlfälschungen um den Sieg ihres Bewerbers gleich in der ersten Runde gebracht worden zu sein.

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