RWE als Schlusslicht
Dax im Plus

Die deutschen Aktien sind am Dienstag mit Kursgewinnen in den Tag gestartet. Zu den Gewinnern im Dax zählte vor allem die Aktie der Deutschen Telekom.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutschen Aktien sind am Dienstag mit Kursgewinnen in den Tag gestartet. Das Börsenbarometer Dax kletterte in den ersten Handelsminuten um 0,60 % auf 5 815,59 Punkte. Am Neuen Markt zog der Nemax 50 1,77 % auf 1 389,84 Zähler. Der MDax, in dem die 70 mittelgroßen Werte zusammengefasst sind, pendelte um seinen Vortagesschluss bei 4 505,34 Punkten.

"Wir haben heute sehr gute Umsätze", sagte ein Frankfurter Händler. Die Marktstimmung habe sich deutlich verbessert, fügte er hinzu.

Die Aktie des Düsseldorfer Energiekonzerns Eon setzte ihren Höhenflug vom Vortag fort und legte im frühen Handel um 3,03 % auf 56,10 Euro zu. Eon hatte am Montag angekündigt, das britische Energieversorgungsunternehmen PowerGen zu übernehmen. Den Aktionären bietet Eon 765 Pence (12,19 Euro) je Aktie in bar. Der Kaufpreis beträgt 8,2 Mrd. Euro in bar. Zudem übernehmen die Düsseldorfer Verbindlichkeiten von PowerGen in Höhe von 7,1 Mrd. Euro. Nach den Genehmigungen durch die Behörden in den USA und Europa könne der Deal dem Eon-Vorstandsvorsitzenden Ulrich Hartmann zufolge bis Mitte 2002 abgewickelt sein. Der mit dem PowerGen-Management abgestimmte Preis liegt zwar über dem aktuellen Börsenkurs, dennoch beurteilen Analysten die Offerte überwiegend positiv.

Technologiewerte ziehen an

Im Sog der positiven Vorgabe der US-Computerbörse Nasdaq zogen auch Technologiewerte deutlich an. SAP verteuerten sich um 3,10 % auf 126,82 Euro. Siemens erhöhten sich um 2,10 % auf 116,80 Euro. Das Papier des Halbleiterherstellers Infineon kletterte um 1,06 % auf 40,96 Euro. Epcos legten um 3,22 % auf 62,52 Euro zu.

Zu den Gewinnern im Dax zählte zudem die Aktie der Deutschen Telekom, die um 4,88 % auf 28,15 Euro anzog. "Eine Zinssenkung im Euroland würde vor allem dem Bonner Telekomriesen helfen", erläuterte der Händler. Jede kleinste Zinssenkung mache sich bei den hohen Schulden der Telekom deutlich bemerkbar. Zudem planen die Bonner im laufenden Jahr Immobilien zu verkaufen, um Schulden abzubauen. Auch die Veräußerung des zehnprozentigen Sprint-Anteils sei im Gespräch, erklärte der Händler weiter. Dies werde positiv vom Markt aufgenommen. Zudem habe Credit Suisse First Boston den europäischen Telekommunikationssektor hochgestuft.

Auf der Verkaufsliste der Händler standen hingegen Versicherungstitel. Allianz gaben 1,49 % auf 305,00 Euro nach. Münchener Rück fielen um 1,27 % auf 334,70 Euro. Die Kursverluste bei den Versicherern begründete ein Händler mit der Herabstufung des Sektors durch Credit Suisse First Boston.

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