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RWE bestätigt nach Ergebnisschub im ersten Halbjahr Prognose für 2004

dpa-afx ESSEN. Der Energiekonzern RWE hat im ersten Halbjahr sein Ergebnis deutlich gesteigert und die Prognose für 2004 bestätigt. "Für das betriebliche Ergebnis erwarten wir trotz der Entkonsolidierung eine Steigerung im einstelligen Prozentbereich", sagte Vorstandschef Harry Roels am Dienstag in Essen bei der Vorlage der Zahlen für das erste Halbjahr. Roels stellte milliardenschwere Investitionen in das Strom- und Wassergeschäft in Aussicht.

dpa-afx ESSEN. Der Energiekonzern RWE hat im ersten Halbjahr sein Ergebnis deutlich gesteigert und die Prognose für 2004 bestätigt. "Für das betriebliche Ergebnis erwarten wir trotz der Entkonsolidierung eine Steigerung im einstelligen Prozentbereich", sagte Vorstandschef Harry Roels am Dienstag in Essen bei der Vorlage der Zahlen für das erste Halbjahr. Roels stellte milliardenschwere Investitionen in das Strom- und Wassergeschäft in Aussicht.

Wegen des Verkaufs der Beteiligungen an der US-Gesellschaft Consol und Heidelberger Druck soll der Umsatz leicht unter das Vorjahresniveau von 43,9 Mrd. ? sinken. "Das Nettoergebnis wird sich deutlich verbessern", bekräftigte Roels. Er rechne mit einem Plus von zehn bis 15 %.

Einige Analysten äußerten sich negativ darüber, dass RWE seine Prognose unverändert ließ. Enttäuschend sei, dass der Versorger seine Prognose für 2004 nicht angehoben habe, sagte LRP-Analystin Katja Blanke. An der Franfurter Börse war die RWE-Aktie mit einem Abschlag von 3,44 % auf 39,29 ? der mit Abstand schwächste Wert im DAX .

Erwartungen ERFÜLLT

Mit seinem Ergebnis für das erste Halbjahr erfüllte der zweitgrößte Stromkonzern Deutschlands die Erwartungen der Analysten. Der Betriebsgewinn kletterte auf 3,281 (Vorjahr: 2,935) Mrd. ? und der Überschuss verdoppelte sich von 621 Mill. ? auf 1,357 Mrd. ?. Der Umsatz sank wegen des Verkaufs von Beteiligungen auf 21,113 (22,434) Mrd. ?. RWE begründete den Ergebnisschub mit Erlösen aus der Trennung von der US-Kohlegesellschaft Consol und Heidelberger Druck .

Die von dpa-AFX befragten Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Betriebsergebnis von 3,26 Mrd. ? gerechnet. Den Umsatz sahen sie bei 20,96 Mrd. ? und den Überschuss bei 1,39 Mrd. ?. "Alle Daten liegen im Rahmen der Vorhersagen", sagte M.M. Warburg-Analyst Nils Machemehl. Analyst Lueder Schumacher von Dresdner Kleinwort Wasserstein meinte, "von dem was wir derzeit sehen können, sind die Zahlen dort richtig gut, wo es drauf ankommt - im operativen Bereich."

Schuldenabbau

Fortschritte verzeichnete RWE beim Schuldenabbau. Die Verbindlichkeiten sanken bis Ende Juni auf 15,7 Mrd. ?. Zum Ende des ersten Quartals lasteten noch Schulden in Höhe von 17 Mrd. ? auf dem Konzern. Roels bekräftigte allerdings, dass das Schuldenziel von 17 Mrd. ? Ende 2005 noch nicht erreicht sei. "Die Erlöse aus der Veräußerung des Nicht-Kerngeschäfts (Hochtief , Heidelberger, Consol) wollen wir nicht zur Schuldenreduktion einsetzen, sondern zur Erhöhung unserer finanziellen Flexibilität für wertsteigernde Investitionen." Die Summe dafür bezifferte er auf zwei Mrd. ?. Ohne die Veräußerungen liege der Schuldenstand bei 17,7 Mrd. ?.

RWE will nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Mrd. in den Ausbau seines deutschen Stromgeschäfts und in seine britische Wassertochter Thames Water investieren. Bis zum Jahr 2010 sollen in den Ausbau und die Erneuerung der deutschen Kraftwerke zwei bis drei Mrd. ? fließen, sagte Roels. Die endgültigen Entscheidungen sollen bis zum Jahresende fallen.

Weitere 4,1 Mrd. Pfund will RWE über fünf Jahre in Thames Water investieren und dabei die Preise kräftig anziehen. Die englische Regulierungsbehörde sieht allerdings nur ein erforderliches Investionsvolumen, das 36 % unter den Vorschlägen von RWE liegt. Statt einer Preiserhöhung von 38 % will die Behörde zudem nur eine Anhebung von 14,5 % zulassen. In den kommenden Wochen wolle der Konzern mit dem britischen Regulierer darüber verhandeln, sagte Roels. Mit einer Entscheidung wird Anfang Dezember gerechnet.

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