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RWE-Betriebsergebnis wächst um 19,9 %

Die RWE AG, Essen, hat im ersten Halbjahr als fusionierter Konzern deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen erzielt. Das Betriebsergebnis legte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2000/2001 (30. Juni) um 19,9 % auf 1,67 Mrd Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab.

vwd ESSEN. Vor allem die erstmalige Einbeziehung der VEW, die guten Erträge bei Mineralöl und Chemie sowie Maßnahmen zur Kostensenkung hätten dazu beigetragen. Im wichtigen Strombereich hingegen stieg der Gewinn nur mäßig. Unterstellt, der Reviernachbar VEW wäre schon vor einem Jahr hinzu gekommen, errechnet sich ein Plus beim Betriebsergebnis von etwa fünf Prozent.

Der Umsatz des Ruhrkonzerns stieg im ersten Halbjahr um 29 % auf 29,5  Mrd. DM. Als Grund wurden vor allem das externe Wachstum durch die VEW- Integration und die Erstkonsolidierung der übernommenen US-Baugesellschaft Turner genannt. Bereinigt um Konsolidierungseffekte legten die Erlöse um 13,5 % zu. Beim organischen Wachstum sei vor allem der positive Geschäftsverlauf im Bereich Mineralöl und Chemie ausschlaggebend gewesen. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich gegenüber Juli bis Dezember 1999 auf 35 (32,7) Prozent. Für das gesamte Gesamtjahr bekräftigte der Konzern sein Ziel, das Betriebsergebnis trotz des weiter schwieriger Stromgeschäfts um mindestens zehn Prozent zu erhöhen.

Cashflow wuchs um 13,6 %

Mit dem übernommenen Wasserversorger Thames Water, der erstmals im dritten Quartal der laufenden Rechnungslegungsperiode im Konzernabschluss enthalten sein wird, dürfte das zu einem weiteren Ergebnisanstieg um mindestens 15 %punkte führen. Im einzelnen stellt sich die Halbjahres-Gewinnreihe bei RWE so dar: Das EBITDA legte um 15 % auf 2,73 Mrd Euro zu. Vor und nach Steuern ergaben sich 970 Mill. (minus 7,7 %) bzw. 687 Mill. Euro (plus 16,2 %), woraus ein um 15,2 % höheres Nettoergebnis von 493 Mill. Euro verbleibt. Das um rund 81 % gesunkene neutrale Ergebnis von 41 Mill. DM erklärt sich mit den hohen Vorjahreserträgen aus der Veräußerung von Telekommunikationsbeteiligungen.

Das Finanzergebnis ging ebenfalls um 33 % auf minus 745 Mill. Euro zurück, wofür RWE Zinsaufwendungen und einen höheren Zinsanteil langfristiger Rückstellungen im Zuge der Integration von VEW verantwortlich macht. Der Gewinn je Aktie nahm im ersten Halbjahr 2000/2001 auf 0,87 von 0,78 Euro zu. Der Cashflow wuchs um 13,6 % auf 1,66 Mrd Euro.

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