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RWE leitet Ausstieg aus Umweltgeschäft ein

Der Essener RWE-Konzern leitet den Ausstieg aus dem Umweltgeschäft ein und verkauft 70 % der RWE Umwelt an den Versorger-Dienstleister Rethmann. In der Transaktion wird die Sparte insgesamt mit rund 800 Mill. € bewertet. Rund zwei Drittel davon entfallen auf den auf Rethmann übergehenden Teil. Die Ergebnisprognose des RWE-Konzerns für 2004 bleibt unverändert, teilte RWE am Freitag in Essen mit. An der Börse fiel die RWE-Aktie um 0,3 % auf 39,30 €. Der Frankfurter Leitindex Dax < Dax,ETR > legte gleichzeitig um 0,56 % auf 3 985 Punkte zu.

dpa-afx ESSEN. Der Essener RWE-Konzern leitet den Ausstieg aus dem Umweltgeschäft ein und verkauft 70 % der RWE Umwelt an den Versorger-Dienstleister Rethmann. In der Transaktion wird die Sparte insgesamt mit rund 800 Mill. ? bewertet. Rund zwei Drittel davon entfallen auf den auf Rethmann übergehenden Teil. Die Ergebnisprognose des RWE-Konzerns für 2004 bleibt unverändert, teilte RWE am Freitag in Essen mit. An der Börse fiel die RWE-Aktie um 0,3 % auf 39,30 ?. Der Frankfurter Leitindex Dax < Dax,ETR > legte gleichzeitig um 0,56 % auf 3 985 Punkte zu.

Die Trennung von der Umweltsparte ist Teil der Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder Strom, Gas und Wasser. "Mit der heutigen Entscheidung erfüllen wir nach dem Verkauf von Hochtief und Heidelberger Druckmaschinen unsere Zielvorgabe, ein klar fokussierter und schlagkräftiger Versorger in den Bereichen Energie und Wasser zu sein", sagte RWE-Chef Harry Roels.

Restliche 30 Prozent Werden Innerhalb VON Drei Jahren Verkauft

Der Verkauf von 70 % an RWE Umwelt an Rethmann ist der erste Schritt des Ausstiegs. Aus kartellrechtlichen Gründen sollen ausgewählte Teilbereiche der RWE Umwelt, welche die restlichen 30 % des Umsatzvolumens der Umweltsparte ausmachen, zunächst bei RWE verbleiben und innerhalb der nächsten drei Jahre veräußert werden. Der entsprechende Kaufvertrag mit Rethmann wird in Kürze unterzeichnet. Das Vorhaben wird danach noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes stehen.

Auf Basis des für das Geschäftsjahr 2004 prognostizierten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ist das Unternehmen mit dem vierfachen dieses Gewinns bewertet. Inklusive der in 2003 und 2004 veräußerten Auslandsbeteiligungen der RWE Umwelt beläuft sich der pro forma Unternehmenswert des gesamten Umweltbereichs damit auf rund eine Milliarde Euro.

Durch den Verkauf aller Umweltaktivitäten will RWE die Nettoschulden um rund 400 Mill. ? verringern. Etwa 200 Mill. ? werden bereits mit dem Abschluss der Transaktion entfallen, das voraussichtlich spätestens im ersten Quartal 2005 erfolgen wird.

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