RWE Net hat bis Anfang Oktober Zeit zur Stellungnahme
Kartellamt mahnt RWE wegen Strom-Abrechnungen ab

Das Bundeskartellamt hat den Stromnetzbetreiber RWE Net AG (Dortmund) wegen des Verdachts überhöhter Mess- und Abrechnungspreise bei Stromzählern abgemahnt. Nach der vorläufigen Einschätzung des Amtes seien diese Preise im Kleinkundenbereich missbräuchlich überhöht, berichtete das Bundeskartellamt am Freitag in Bonn.

HB BONN. Dabei gehe es nicht um die Entgelte für die Endkunden, sondern um die Preise, die der Netzbetreiber den Stromlieferanten berechne.

Die Abmahnung betrifft das im Juli 2002 gegen die in Nordrhein-Westfalen sowie Teilen von Rheinland-Pfalz und Niedersachsen tätige RWE Net eingeleitete Musterverfahren. RWE Net hat bis Anfang Oktober Zeit zur Stellungnahme.

Die jährlichen Preise für Haushalte, Gewerbe und Landwirtschaft von 36 ? beziehungsweise 72 ? seien zu hoch und müssten gesenkt werden, hieß es weiter. Vergleichsmaßstab sei die E.ON-Tochter Thüringer Energie Erfurt AG (TEAG), die ihre entsprechenden Dienste erheblich niedriger abrechne.

Nach derzeitigen Erkenntnissen bestehe der Verdacht, dass die geforderten Entgelte nicht nur überhöhte netzbezogene, sondern zudem auch vertriebsbezogene Kosten der RWE-Net-Schwestergesellschaft RWE Plus beinhalteten. Falls dies so sei, würden insbesondere neue Anbieter erhebliche behindert, sagte Kartellamts-Präsident Ulf Böge.

Das zeitgleich eingeleitete Parallelverfahren gegen den zum Vattenfall-Konzern gehörenden Regionalversorger Wemag AG Schwerin führt das Kartellamt eigenen Angaben zufolge fort. Wemag hat inzwischen zum 1. Oktober 2002 eine Senkung ihrer Mess- und Verrechnungspreise angekündigt. Sie lägen für Haushaltskunden aber immer noch deutlich über jenen des Vergleichsunternehmens TEAG.

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