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RWE sticht Eon in Tschechien aus

RWE bekam von der tschechischen Regierung den Zuschlag für die Übernahme von Transgas. Der deutsche Energiekonzern bezahlt rund 4 Milliarden Euro.

PRAG. Der deutsche Energiekonzern RWE sticht seinen Konkurrenten Eon in Tschechien aus. Tschechiens Regierung beschloss am Montag, den Ergdas-Importeur Transgas und die Staatsanteile in regionalen Gasversorgern für 133 Mrd. Kronen (4,08 Mrd. Euro) an die RWE Gas AG zu verkaufen.

Ebenfalls entschieden hat Prag über den Verkauf des Erdöl-Konzerns und Tankstellen-Betreibers Unipetrol, der für 11,7 Mrd. Kronen (358,9 Mill. Euro) an den tschechischen Chemiekonzern Agrofert geht. Nach Bekanntwerten der Entscheidung fiel der Unipetrol-Kurs an der Prager Börse um 9,1% auf 48,5 Kronen. Der Kurs brach ein, weil die Händler einen höheren Verkaufs-erlös und einen ausländischen Investor erwartet hatten.

Verlängert wurde indes die Frist zur mit Spannung erwarteten Privatisierung des Stromkonzerns CEZ mitsamt dem Hochspannungsnetz Ceps und Staatsanteile in regionalen Stromversorgern. Neuer Stichtag ist der 7. Januar 2002. Im Finale stehen - wie zu erwarten - der französische Stromgigant EDF und der italienische Stromkonzern Enel, der von Tschechien aus auch nach Deutschland expandieren will.

Enel hatte für das Strompaket 135 Mrd. Kronen geboten. Die EDF indes verpassre Pressemeldungen zufolge den Abgabetermin. Prag erwartet aus der Stromprivatisierung einen Erlös von "mindestes 200 Mrd. Kronen" (6,13 Mrd. Euro). Die Verschiebung soll offenbar den Preis nach oben treiben.

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