RWE-Tochter envia Energie Sachsen Brandenburg AG schloss erstes Geschäftsjahr erfolgreich ab
Strompreise in Brandenburg steigen wieder

dpa-afx CHEMNITZ. Nach dem rasanten Verfall der Strompreise in der Vergangenheit müssen Kunden der envia Energie Sachsen Brandenburg AG demnächst wieder mit höheren Stromkosten rechnen. Eine Preisanpassung sei auf Dauer unumgänglich, sagte Vorstandssprecher Karl-Heinz Klawunn am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Chemnitz. Einen genauen Zeitpunkt könne er jedoch nicht nennen.

Gründe für die Preisanpassungen seien unter anderem die finanziellen Belastungen aus den neuen Gesetzen zur Förderung der erneuerbaren Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Kraftwerken. Die envia ziehe damit mit anderen Stromanbietern wie der Dortmunder VEW oder der EON Energie AG gleich.

Das aus den regionalen sächsischen und brandenburgischen Energieversorgern EVS, EssaG und Wesag entstandene Unternehmen beliefert nach eigenen Angaben rund 1,2 Mill. Privatkunden und zahlreiche Sonderkunden. Außerdem bestehen Vertriebspartnerschaften mit 17 Stadtwerken. Die envia sei damit Marktführer der regionalen Energiedienstleister in den neuen Ländern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 2 900 Mitarbeitern rund 1,15 Mrd. Euro. Das seien rund 150 Mill. Euro weniger als im Vorjahr. Grund dafür war nach Angaben Klawunns der massive Wettbewerb in allen Kundensegmenten mit Preisnachlässen von bis zu 40 %. Die Stromabgabe habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % reduziert und betrug rund 12.900 Gigawattstunden. 87 % der Energie stammten aus der Verstromung heimischer Braunkohle, sagte Klawunn.

"Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück", sagte Klawunn. Der Jahresüberschuss habe sich um rund 4,0 Mill. Euro auf rund 69,6 Mill. Euro erhöht. Der Bilanzgewinn kletterte - auch auf Grund einer Sonderausschüttung in Höhe von 25 Mill. Euro - auf 94,7 Mill. Euro (Vorjahr: 65,6 Mill. Euro). Vorstand und Aufsichtsrat der envia schlagen der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 0,47 Euro je Aktie auszuschütten. Das entspricht einer Rendite von 18,4 % (Vorjahr: 12,8 %).

Anteilseigener der envia sind zu 64,3 % die RWE Energie AG, zu 30,6 % kommunale Beteiligungsgesellschaften, zu 4,1 % Städte, Gemeinden und Stadtwerke sowie zu einem Prozent die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben. Mit der Fusion der RWE AG und der VEW AG zu RWE AG kann sich die Beteiligungsstruktur jedoch ändern. Auf Grund eines Beschlusses des Bundeskartellamtes müssen allen potenziellen Käufern der Vereinigten Energiewerke AG (VEAG/Berlin), an der die RWE beteiligt ist, auch alle Beteiligungen der RWE Energie AG an der envia zumindest angeboten werden.

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