RWE und Daimler-Chrysler im Fokus
Dax wegen später US-Kursgewinne fester erwartet

Die deutschen Aktienmärkte werden nach Händlereinschätzung am Mittwoch zunächst auf Grund der späten Gewinne an den US-Börsen mehr als ein Prozent fester in den Handel starten. "Fundamentale Gründe gibt es erst einmal nicht. Aber wir werden die US-Vorgaben nachvollziehen", sagte ein Händler.

Reuters FRANKFURT. Die US-Börsen hatten am Dienstag nach dem deutschen Handelsschluss noch mehr als ein Prozent zugelegt und in der Gewinnzone geschlossen. Außerdem nehme die Ankündigung des US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld, keinen Großangriff im Kampf gegen den Terrorismus starten zu wollen, dem Markt ein Teil seiner Unsicherheit. "Das wird eine besonnene und wohl durchdachte Antwort werden. Das beruhigt ein wenig", sagte ein Händler.

Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung des Handelshauses Lang & Schwarz mit 4 058 Punkten in den Handel starten. Die Citibank sieht den Dax vorbörslich bei 4 057 Zählern. Am Dienstag hatten die deutschen Standardwerte 0,73 % verloren und bei 4 009 Punkten geschlossen. Auch der Neue Markt, dessen Auswahlindex am Vortag 1,38 % nachgegeben hatte, wird Händlern zufolge rund ein bis zwei Prozent fester in die Sitzung starten. Der Dow Jones der wichtigsten US-Werte hatte am Dienstag 0,65 %, die Technologiebörse Nasdaq 0,15 % fester geschlossen, obwohl die Daten zum viel beachteten US-Verbrauchervertrauen für September deutlich schlechter als von Analysten erwartet ausgefallen waren.

Im Mittelpunkt des Handels dürften die Papiere des Essener Energiekonzerns RWE stehen. Das Unternehmen wird am Vormittag die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2000/01 bekannt gegeben. Von Reuters befragte Analysten rechnen durchschnittlich mit einem einem operativen Gewinn von 3,91 Mrd. ? und einem Reingewinn von 1,28 Mrd. ?.

Im Blickpunkt könnten sich ferner die Papiere von Daimler-Chrysler befinden. Die US-Konzerntochter Chrysler will ihren Kunden beim Kauf einiger neuer Modelle zinslose Darlehen zur Finanzierung anbieten. Damit solle der gesunkenen Nachfrage nach den Anschlägen in den USA begegnet werden.

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