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RWE verkauft 4 500 Wohnungen an Deutsche Annington - Programm beendet

Der Essener Energiekonzern RWE verkauft 4 500 Wohnungen an die Düsseldorfer Immobiliengesellschaft Deutsche Annington. Damit sei das Wohnungsverkaufsprogramm des Konzerns abgeschlossen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag auf Anfrage.

dpa-afx DÜSSELDORF/ESSEN. Der Essener Energiekonzern RWE verkauft 4 500 Wohnungen an die Düsseldorfer Immobiliengesellschaft Deutsche Annington. Damit sei das Wohnungsverkaufsprogramm des Konzerns abgeschlossen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag auf Anfrage. Zuvor hatte RWE bereits Gewerbeimmobilien verkauft, darunter auch die alte Firmenzentrale in Essen.

Wie der Konzern am Freitagabend mitteilte, wurde eine Einigung über die Einzelheiten des Verkaufs der Wohnungsimmobilien erzielt. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Branchenkreisen zufolge soll die zum britischen Investor Terra Firma gehörende Deutsche Annington unter 200 Mill. Euro zahlen. Nach Aussagen eines RWE-Sprechers vom Oktober hatte der Konzern sich bereits bis dahin im Laufe der vergangenen zwei Jahren von Immobilien im Wert von rund einer Milliarde Euro getrennt. Die Mittel sollten in die Schuldentilgung fließen.

Genehmigung

Das Kartellamt muss die jetzige Übernahme noch genehmigen. RWE rechnet jedoch damit, dass die entsprechenden endgültigen Verkaufverträge zwischen der Düsseldorfer Deutschen Annington und der RWE Systems Immobilien Gruppe mit Sitz in Essen "in Kürze" unterzeichnet werden können.

Die jetzt verkauften Wohnungen befinden sich nach Unternehmensangaben in Wohnanlagen und Mehrfamilienhäusern in den Großräumen Essen und Köln. Der Wohnungsbestand umfasse eine Gesamtwohnfläche von rund 300 000 Quadratmetern. Bis zum Verkauf ist die RWE Systems mit der Verwaltung der Immobilien beauftragt. Diese würden von den RWE-Konzerngesellschaften Rheinbraun Immobilien und Fundus gehalten.

Einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Freitagausgabe) zufolge hatte auch die RAG Immobilien Interesse an den Wohnungen. Doch offenbar entschied am Ende der höhere Preis für Annington. Die Deutsche Annington verfügte bisher laut "WAZ" über rund 75 000 Wohnungen und gehörte damit schon zu den großen Akteuren auf dem deutschen Markt. Leer aus ging Terra Firma zuletzt beim Verkauf der Wohnimmobilien von Thyssen-Krupp an diesem Mittwoch, an denen die Briten interessiert waren. Sie wurden an die nordrhein-westfälische Immobiliengesellschaft Corpus für 2,1 Mrd. Euro verkauft.

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