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RWE will nach Schuldenabbau wieder zukaufen

Der Energieversorger RWE will nach dem drastischen Abbau der Schuldenlast wieder kleine bis mittlere Firmenkäufe tätigen.

dpa-afx ESSEN. Der Energieversorger RWE will nach dem drastischen Abbau der Schuldenlast wieder kleine bis mittlere Firmenkäufe tätigen. "Die Stärkung unserer finanziellen Basis war bei meinem Amtsantritt ein vordringliches Ziel", sagte RWE-Chef Harry Roels der "Financial Times Deutschland" (FTD, Montagausgabe).

"Ich schließe kleine oder mittlere Firmenkäufe zur Abrundung des Portfolios nicht aus." Im Fokus des zweitgrößten Stromkonzerns Deutschlands stehen vor allem Gas- und Stromfirmen in Osteuropa. Eine drastische Kurskorrektur schloss Roels allerdings aus. "Wir wollen organisch wachsen, nicht durch große Akquisitionen", sagte er. Zu möglichen Übernahmekandidaten machte der Vorstandsvorsitzende keine Angaben. Eine Sprecher lehnte einen Kommentar dazu ab.

Finanzspielraum

Für Zukäufe sieht der Konzernchef wieder ausreichenden Finanzspielraum. Nach einer milliardenschweren Einkaufstour durch Europa und Nordamerika unter dem früheren RWE-Chef Dietmar Kuhnt waren die Verbindlichkeiten der Essener auf über 24 Mrd. Euro angeschwollen. Mit einer straffen Fokussierung auf den Schuldenabbau konnte Roels die Verbindlichkeiten auf 14,5 Mrd. Euro drücken. Damit erreichte RWE sein für Ende 2005 angepeiltes Schuldenziel vorzeitig.

Der RWE-Chef bekräftigte unterdessen sein Interesse an dem Kohleverstromer Steag. "Die Unternehmen hatten im Sommer eine Grundsatzvereinbarung über den gemeinsamen Bau von Kraftwerken unterzeichnet, die eine Beteiligungsoption enthielt. "Wir werden sie sehr wahrscheinlich ausüben", sagte Roels.

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