RWE-Zahlen schon in Kursen eingepreist
Dax etwas leichter erwartet

Die deutschen Aktienwerte dürften nach Einschätzung von Händlern am Donnerstag zur Eröffnung ihre Konsolidierung fortsetzen und etwas leichter in die Sitzung starten. "Wir dürften uns im Dax in Richtung 5 000 Punkte bewegen", sagte ein Frankfurter Händler.

rtr/dpa-afx FRANKFURT. In Anbetracht der feiertagsbedingt geschlossenen US-Börsen könne es im Tagesverlauf allerdings zu einem richtunglosen Verlauf kommen. Zudem sei von einem umsatzdünnen Handelsgeschehen aus zugehen. Von der gegen Mittag anberaumten Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten Marktteilnehmer keine weiteren Impulse für den Markt. Auch an Unternehmensmeldungen ist nichts Spektakuläres zu erwarten. Der Energieversorger RWE legte am Morgen Quartalszahlen im Rahmen Erwartungen vor.

Die Deutsche Bank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) vorbörslich mit 5 71 Punkten, nach einem Schluss von 5 087 Zählern am Mittwoch. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 5 084 Punkten. Der wichtigste deutsche Aktienindex war am Vorabend mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 5 087 Zählern aus der Sitzung gegangen. Den Nemax-50 erwartet die Citibank bei 1 305 Zählern, nachdem der Blue-Chip-Index des Neuen Marktes bei 1 297 Punkten aus dem Handel gegangen war. Lang & Schwarz berechnete das Kursbarometer bei 1311 Zählern.

Die New Yorker Börsen bleiben am Donnerstag wegen des Ernte-Dank-Festes geschlossen. Am Mittwoch hatten Sorgen um den kurzfristigen Ausblick für die US-Konjunktur und Gewinnmitnahmen nach Händlerangaben die Kurse gedrückt. Vor dem US-Feiertag wollten die Anleger ihre Positionen glattstellen, hieß es auf dem Parkett. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss 0,67 Prozent niedriger auf 9 834 Punkten. Der technologielastige Nasdaq Composite fiel um 0,29 Prozent auf 1 875 Zähler.

Die Aktien von RWE dürften nach Einschätzung von Marktteilnehmern wenig auf die im Rahmen von Analysten Erwartungen liegenden Zahlen reagieren. "Das war von den Analysten im Vorfeld sehr gut publiziert", sagte ein Händler. Das Ergebnis sei damit bereits in dem Kurs berücksichtigt.

Die Aufmerksamkeit der Anleger könnte Infineon Technologies auf sich ziehen: Der Vorstandsvorsitzende des Halbleiterherstellers hat weitere Stellenstreichungen über den schon angekündigten Abbau von 5 000 Arbeitsplätzen hinaus nicht ausgeschlossen. Das sagte Ulrich Schumacher im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zudem werde der Verlauf des Weihnachtsgeschäfts bei den Herstellern von Mobiltelefonen darüber entscheiden, ob Infineon im ersten Quartal 2002 weitere Sparmaßnahmen vermeiden kann. "Wir haben verschiedene Pläne in der Schublade, die wir sehr kurzfristig realisieren können", sagte Schumacher. "Mitte Januar wissen wir mehr."

Die Lufthansa bleibt weiter in den Schlagzeilen: Im Streit um den Sparbeitrag der Mitarbeiter zur Bewältigung der Krise droht der Fluggesellschaft neuer Ärger. Die Organisation Unabhängiger Flugbegleiter (Ufo) habe die Lufthansa in einem Schreiben nachdrücklich aufgefordert, "exklusive Tarifvertragsverhandlungen mit Verdi einzustellen und Ufo künftig an allen Tarifverhandlungen im Konzernbereich zu beteiligen", berichtet die "Berliner Zeitung".

Der Energiekonzern Eon will nach Aussagen seines Chefs Ulrich Hartmann seine Präsenz in den USA ausbauen. "Wir haben uns vorgenommen, schon sehr bald noch zwei große Energieunternehmen in den Vereinigten Staaten zu akquirieren", sagte Hartmann in einem Zeitungsinterview. Mittelfristig wolle Eon zur Spitzengruppe der größten Energieversorgern in den USA gehören.

Der am Neuen Markt notierte Anbieter miniaturisierter Computer Kontron Embedded Computers hat nach eigenen Angaben im dritten Quartal ein abgeschwächtes Umsatzwachstum verzeichnet und geht davon aus, dass das Wachstum beim Jahresergebnis (Ebitda) deutlich geringer ausfallen wird als ursprünglich erwartet.

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