S-Klasse soll auf Marktanteil von 50 % kommen
Mercedes will Spitzenposition in der Luxusklasse verteidigen

Trotz des verschärften Wettbewerbs in der Luxusklasse will Mercedes-Benz seine Führungsrolle in dem Segment verteidigen.

HB/dpa STUTTGART. "Wir sind auf dem Weg, unsere Spitzenposition zu festigen" sagte der für Mercedes-Benz zuständige Daimler-Chrysler - Vorstand Jürgen Hubbert am Dienstag in Stuttgart. Für die gesamte Marke rechnet er 2002 mit einem Absatz auf dem Vorjahresniveau von 1,15 Mill. Autos, "Wind und Wetter vorbehalten". Mercedes-Benz würde damit überall Marktanteile hinzugewinnen.

Auch bei Umsatz und Ertrag würden die Größenordnungen von 2001 angepeilt. Zurückhaltend äußerte sich Hubbert wenige Tage vor Beginn des Pariser Automobilsalons zu den weiteren Aussichten für 2003. "Wir werden genau so vorsichtig wie Anfang diesen Jahres sein." Er hoffe, dass die Bundesregierung den Mut zu den notwendigen Reformen habe und damit in Deutschland für eine Aufbruchstimmung sorge. Nicht zu unterschätzen seien jedoch die Auswirkungen eines möglichen Krieges im Irak auf die globale wirtschaftliche Entwicklung.

Mittelfristig sieht Hubbert in der Autoindustrie in den wichtigsten Märkten Nordamerika, Westeuropa und Japan nur noch "sehr begrenztes Wachstumspotenzial". Mercedes-Benz könne aber durchaus noch zulegen und wolle seinen Marktanteil zum Beispiel in den USA, wo er derzeit zwischen 1 und 1,5 % liegt, verdoppeln. Schwieriger sei es in Deutschland; dort beträgt der Anteil bereits mehr als zwölf Prozent. Hubbert setzt außerdem auf die Zukunftsmärkte Lateinamerika, Osteuropa und das übrige Asien. Dort baue Mercedes-Benz sein Vertriebsnetz aus. In China würden derzeit Gespräche mit einem Partner über eine Kooperation geführt.

Der Mercedes-Benz-Chef will mit der überarbeiteten S-Klasse, die in wenigen Tagen zu den Händlern rollt, weltweit den Marktanteil von etwa 50 % in der Luxusklasse halten. In diesem Jahr lag er allerdings bis zum Sommer wegen des Modellwechsels darunter. Die Konkurrenz von BMW und Volkswagen ist bereits mit neuen Fahrzeugen in dem Segment in die Offensive gegangen, Audi und Jaguar stellen in Paris ihre Nachfolgemodelle vor. "Natürlich wird es Verdrängung geben." Hubbert sieht aber die etablierten Hersteller im Vorteil.

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