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Sabena-Piloten streiken vierten Tag in Folge

Die Piloten der finanziell angeschlagenen belgischen Fluggesellschaft Sabena, an der die ebenfalls mit erheblichen Problemen kämpfende Swissair beteiligt ist, haben am Montag den vierten Tag in Folge gestreikt und so den Sabena-Flugbetrieb erheblich eingeschränkt.

Reuters BRüSSEL. 20 der 73 geplanten Europa- und Interkontinental-Flüge seien ausgefallen, sagte Firmensprecher Wilfried Remans am Montag. Die Route nach Washington, die eigentlich zum Monatsende gestrichen werden sollte, sei wegen der Streiks bereits jetzt eingestellt worden. Sabena habe Flugzeuge geleast und fremde Piloten angeheuert, um wenigstens einige seiner Flüge durchführen zu können. Sabena Der Streik erschwert zusätzlich die angespannte Situation bei Sabena, deren Großaktionär Swissair derzeit ums Überleben kämpft. Swissair hält 49,5 % an Sabena, die übrigen Anteile liegen beim belgischen Staat.

Sabena hatte bereits zuvor angekündigt, das laufende Geschäftsjahr nicht zu überstehen, wenn der aktuelle Restrukturierungsplan nicht umgesetzt wird. Der Plan sieht unter anderem vor, dass Swissair und der belgische Staat Sabena noch in dieser Woche 430 Mill. ? zur Verfügung stellen. Die Swissair, bereits durch eine verfehlte Expansionspolitik in Probleme geraten, war nach den Anschlägen in den USA in noch größere Schwierigkeiten geraten und benötigt nun nach eigenen Angaben staatliche Hilfe.

Die Gespräche zwischen Personal und Management über den neuen Restrukturierungsplan der Fluglinie, der den Streik am Freitag ausgelöst hatte, sollten am Montag mit Sabena-Chef Fred Chaffart fortgesetzt werden, sagte Remans. Die Gespräche waren vergangenen Dienstag ergebnislos abgebrochen worden. Der Plan sieht die Reduzierung der Belegschaft um zehn Prozent, den Verkauf von Vermögenswerten und die Kürzung der Flotte vor. Ziel der Restrukturierung ist die Rückkehr in die Gewinnzone für 2005. Die Piloten waren gegen den Abbau von Lohnzulagen in den Streik getreten.

Vor zwei Wochen waren die Piloten von einem Gericht zu einem Streikverbot verurteilt worden, was vergangene Woche jedoch in einem Berufungsverfahren wieder aufgehoben wurde.

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