Sachschaden
Anschlag auf türkisches Generalkonsulat in Düsseldorf

Die Explosion eines Sprengsatzes vor dem türkischen Generalkonsulat in Düsseldorf hat am Dienstagmorgen Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Mark verursacht. Es sei aber niemand verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Über Täter und Motive sei bislang nichts bekannt. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

rtr DÜSSELDORF. Das Polizeipräsidium Düsseldorf teilte mit, der Staatsschutz und Fachleute des Landeskriminalamtes hätten ihre Untersuchungen aufgenommen. Der Sprengsatz unbekannter Bauart sei gegen 03.00 Uhr im Eingangsbereich des Konsulats im Stadtteil Golzheim explodiert.

Polizei und Staatsanwaltschaft wollten am Nachmittag auf einer Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen informieren, sagte eine Sprecherin im Düsseldorfer Polizeipräsidium. Das Generalkonsulat sei weiträumig abgesperrt worden. Das Gelände werde zurzeit nach Spuren abgesucht. Das Generalkonsulat werde tagsüber von einem Doppelposten der Polizei bewacht, aber nicht durchgängig während der Nacht. Verantwortlich für diese Regelung sei das nordrhein-westfälische Innenministerium. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde durch die Explosion ein Plexiglasvordach weg gesprengt.

In der vergangenen Woche waren mehrere Türken vorübergehend in das Gebäude des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" und in das Kölner Büro der Nachrichtenagentur Reuters eingedrungen. Sie wollten auf die Lage in den Gefängnissen ihrer Heimat aufmerksam machen.

Häftlinge in türkischen Haftanstalten haben wiederholt gegen die geplante Gefängnisreform protestiert. Bei Hungerstreiks sind mehrere Gefängnisinsassen gestorben. Auch bei Polizeiaktionen gegen die Proteste wurden Häftlinge getötet.

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