Sachsen will EU-Kandidaten Beitritt erleichtern
Konferenz zu EU-Osterweiterung in Dresden beendet

ap DRESDEN. Sachsen will den EU-Kandidaten bei der Vorbereitung zum Beitritt helfen. Ein Erfahrungsaustausch sei sinnvoll, "weil Sachsen vor zehn Jahren die gleichen Probleme hatte, die heute vor den Beitrittskandidaten liegen", sagte der Dresdner Europaminister Stanislaw Tillich am Freitag zum Abschluss einer zweitägigen Konferenz über den Umbau von Wirtschaft und Verwaltung in betreffenden Ländern. Auf der Veranstaltung sprachen Teilnehmer aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei über die massiven Anforderungen, die ein EU-Beitritt mit sich bringen wird, und über Möglichkeiten, sich darauf vorzubereiten.

Besonders beim Umbau der Verwaltungen und der Erneuerung der Infrastruktur gebe es einen enormen Kommunikationsbedarf, sagte Tillich. Matthias Ruete, Direktor der Generaldirektion Erweiterung der EU-Kommission, sagte, es habe "bislang praktisch keine Vorbereitung für die Kandidaten gegeben". Erst im Zuge der jetzt anstehenden Osterweiterung würden aus Brüssel drei Mrd. Euro (etwa 5,7 Mrd. DM) bereitgestellt, um die Kandidaten fit für die EU zu machen - "eine Größenordnung, die wir auch in Zukunft beibehalten werden."

Der Vizepräsident der Weltbank, Johannes F. Linn, bekräftigte die Notwendigkeit einer umfassenden Vorbereitung - schließlich sei die EU "wie ein fahrender Zug, auf den die Kandidaten aufspringen" müssten. Tillich kündigte für das nächste Jahr eine weitere Auflage der Konferenz an. Zudem werde Sachsen die Möglichkeit schaffen, dass sich Verwaltungsfachleute zum Beispiel aus Polen oder Tschechien in Zukunft mehrere Monate lang in sächsischen Verwaltungen fortbilden könnten.



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